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Segeberg Dritter Versuch in Itzstedt
Lokales Segeberg Dritter Versuch in Itzstedt
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18:46 25.09.2018
Von Birgit Panten
Jürgen Lamp, Bürgermeister von Tangstedt, will es am Freitag nochmal wissen und stellt sich zur Wahl als Amtsvorsteher für das Amt Itzstedt. Quelle: Birgit Panten
Amt Itzstedt

Zwei Wahlgänge am 16. Juli mit Kandidatin Maren Storjohann aus Seth sowie drei Durchgänge mit Jürgen Lamp am 10. September brachten für die Christdemokraten nicht die Mehrheit der zu vergebenden 78 Stimmen. Als größte Gruppierung verfügt die CDU aus eigener Kraft über 34 Stimmen und besteht auf dem gebundenen Vorschlagsrecht.

Die Mehrheit der Stimmen liegt in der Summe bei Wählergemeinschaften (21), SPD (17), Grüne (3) und FDP (3) Stimmen. 36 Ja- und 42 Nein-Stimmen hatte Kandidat Lamp im dritten Wahldurchgang erhalten. „Ich bin nicht persönlich verletzt“, betonte der Tangstedter nach einem weiteren Lösungsversuch durch ein interfraktionelles Gespräch am 19. September. Nachdem alle Beteiligten Stillschweigen vereinbart hatten, sickerte doch durch, dass beide Seiten ihre Positionen dabei behaupteten. Jürgen Lamp sieht das als „politische Spielchen“.

Lamp ist pensionierter Polizeibeamter und wurde bei der Kommunalwahl im Mai Bürgermeister in Tangstedt. „Ich habe Durchhaltevermögen, wenn ich weiß, worum es geht“, betont er.

Bodo Nagel, Bürgermeister in Oering, nahm für die Wählergemeinschaften an dem Gespräch teil. „Die CDU erwartet für ihren Vorschlag Gehorsam, weil es bisher immer so war“, meint Bodo Nagel, auch er ist ehemaliger Polizeibeamter. Er und viele andere Mitglieder im Amtsausschuss möchten einfach eine Entscheidungsmöglichkeit und sich nicht bevormunden lassen. Es gebe keine Pflicht, dem einzigen Vorschlag zu folgen.

Nagel fände es stilvoll, wenn die CDU das gebundene Vorschlagsrecht nicht anwendet für die Sitzung am Freitag, 28. September, 18 Uhr, sondern das in der Gemeindeordnung auch zugelassene Mehrheitsrecht zulassen würde. Sollte die Zusammenkunft wieder kein Ergebnis bringen, wird sich nach dem 15. Oktober die Kommunalaufsicht des Kreises einschalten müssen und in Absprache mit dem Innenministerium eine Person einsetzen für die Ausübung des Amtes.

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