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Segeberg Bornhöved wohl älter als 1200 Jahre
Lokales Segeberg Bornhöved wohl älter als 1200 Jahre
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11:00 25.07.2018
Von Gerrit Sponholz
Die Archäologie-Studenten Laura Rose und Sebastian Wilhelm legen mit ihren Spachteln vorsichtig Schicht für Schicht frei. Quelle: Gerrit Sponholz
Bornhöved

Das Gelände gibt es außerdem viele Hinweise auf ein größeres Hügelgrab wohl aus den Jahren um 2000 vor Christus, also vor 4000 Jahren.

„Das war Ende Steinzeit, Anfang Bronzezeit“, sagt Archäologin Dr. Vera Hubensack von der Universität Kiel. Im Auftrag des Archäologischen Landesamtes graben sie, Dr. Jutta Kneisel als Projektleiterin und mehrere Studenten seit einigen Tagen auf einem Feld am Kornkamp. Bis Oktober fahnden sie nach Resten vergangener Zivilisationen, bevor dort Wohnhäuser gebaut werden.

Hinweise auf Hügelgrab

Hubensack ist sich relativ sicher: Dort gab es mal ein Hügelgrab. Andersfarbige Erdschichten zeigen, dass es wohl einen Durchmesser von 15 bis 20 Meter hatte. Meist hatten sie eine Steinkammer im Inneren, wo die seinerzeit wichtige verstorbene Person einer Gemeinschaft bestattet worden war. Vermutlich haben in späteren Jahrhunderten im Hügelauslauf Urnen mit ihren Toten bestattet.

Einige alte steinerne Werkzeuge wurden bereits gefunden. „Das lässt auf Siedlungstätigkeit schließen.“ Wenn, hätten aber wohl höchstens ein paar Familien dort zeitweise gelebt. Sie wurden zu jener Zeit meist 30 bis 40 Jahre alt, waren 1,60 bis 1,70 Meter groß.

Bis 5500 vor Christus waren die Menschen noch auf Wanderschaft gewesen. Dann hatten sie Ackerbau gelernt und begannen daraufhin zu siedeln. Die Nahrung gab es ja um die Ecke.

Pfostenreihe und Knochenreste gefunden

Meist lebten die Menschen aber in kleinen Gruppen, wie vergleichsweise auf einem Gut, erläutert Projektleiterin Dr. Jutta Kneisel. „Meist gab es einen großen Hof.“ Darauf deutet auch ein weiterer Fund in Bornhöved hin: Eine Pfostenreihe.

Weiteren Aufschluss über die Siedlungstätigkeit in diesem Gebiet sollen weitere Untersuchungen rund um den Belauer See ergeben. Sie zählen zu dem großen Projekt „Sonderforschungsbereich 1266“. Dahinter steht unter anderem die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Jeden Freitag werden ab 15 Uhr Führungen angeboten.

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