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Segeberg Der allererste Spargel ist geerntet
Lokales Segeberg Der allererste Spargel ist geerntet
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07:02 12.04.2018
Von Uwe Straehler-Pohl
Sie halten den ersten Spargel der Saison in der Hand: Zoltan Laszlo, Vorabreiter David Föcze, Anton, Lena und Enno Schäfer sowie Lajos Ferencz. Quelle: Uwe Straehler-Pohl
Wiemersdorf

Noch reicht es gerade für eine Portion Spargel, die sich die Familie Schäfer vom gleichnamigen Spargelhof im Ortsteil Grünplan selbst gönnen kann. Doch ab kommenden Sonnabend wird der Hofladen geöffnet und dann können die Kunden, die bereits jetzt schon nachfragen, das begehrte Gemüse wieder genießen. „Wir sind aufgrund der Witterung dieses Jahr zehn Tage später dran als im vergangenen Jahr“, erklärt Lena Schäfer (33), die mit ihrem Ehemann Christian Schäfer (37) den Spargelhof betreibt. Dennoch seien sie nach ihren Informationen die ersten in Schleswig-Holstein, die bereits ernten.

Frühes Pflügen als Vorbereitung

Ihren Vorsprung erklärt Lena Schäfer mit ihrer Bearbeitung der Felder. „Wir pflügen die Spargeldämme schon im Herbst. Sobald die Felder im Frühjahr befahrbar sind, legen wir dann die Folien drüber.“ Mit den Folien können möglichst schnell die ersten Sonnenstrahlen eingefangen werden. Das erst schafft die Voraussetzungen, damit die Temperatur von 8 Grad Celsius im Fuß des Dammes herrscht, die die Spargelpflanzen brauchen. Bis zu drei Folien werden übereinander gelegt, um die Temperatur zu erreichen. Zwei Stunden Sonne am Tag reichten dann für die 8 Grad.

Mehrarbeit und höhere Kosten

Gut zehn Jahre lang sind die Folien nutzbar. „Danach werden sie recycelt“, versichert Lena Schäfer. Die Folien seien für eine sogenannte „Verfrühung“ der Ernte notwendig. Die ist für die Landwirte vor allem wegen der Konkurrenz aus Süddeutschland nötig. Deren Spargel sei schon jetzt in den Supermärkten in Schleswig-Holstein zu finden. Dem versuchen die Bauern im Norden mit der Folie zu begegnen. Der große Nachteil sei der Mehraufwand und die höheren Kosten. „Es müssen auf einem Abschnitt von ungefähr drei Metern drei Mal Folien per Hand abgenommen und anschließend wieder über den abgeernteten Bereich gedeckt werden“, erklärt Lena Schäfer. Das erhöhe die Arbeitszeit um rund 30 Prozent.

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