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Segeberg Schwarzsauer und Lasagne für die Schulen
Lokales Segeberg Schwarzsauer und Lasagne für die Schulen
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20:15 10.03.2019
Der Alvesloher Bürgermeister Peter Kroll (links) und sein Amtskollege Klaus-Wilhelm Schümann aus Hasenmoor mögen Schwarzsauer ausgesprochen gerne. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
Kaltenkirchen

 Und nicht nur das: „Nach sieben Jahren im Amt habe ich mir erlaubt, auch ein paar Schnitzel zu bestellen“, sagte Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause, was besonders Innenminister Hans-Joachim Grote freute, der erstmals an diesem Treffen teilnahm. „Hanno, ich könnte Dich dafür küssen“, entfuhr es daraufhin dem Spitzenpolitiker aus Norderstedt.

Die Schultenhöge ist das Treffen der Kaltenkirchener Kommunalpolitiker mit den Bürgermeistern, den „Schulten“, aus der Nachbarschaft. „Wir haben den Kreis jetzt aber etwas erweitert, verstehen unsere Zusammenkunft als ein regionales Treffen, um die Verbundenheit mit der Region zu stärken“, erklärte Krause. So waren neben dem Innenminister auch Kreispräsident Claus Peter Dieck und mit dem Kaltenkirchener CDU-Stadtvertreter Kurt Barkowsky auch gleichzeitig der stellvertretende Landrat dabei. 

Auch Schwarzsauer hat seine Fans

Aber natürlich waren unter den Gästen auch viele Schwarzsauerliebhaber, wie Hasenmoors Bürgermeister Klaus-Wilhelm Schümann oder sein Amtskollege Peter Kroll aus Alveslohe. Schwarzsauer ist ein altes norddeutsches Gericht aus Blut. Es gerinnt durch die Zugabe von Essigsud, wird dadurch völlig schwarz. Hinzugefügt werden auch noch Fleischreste und Schwarten.

Ebenso wie Schwarzsauer gehören auch die Ohlau-Pieper mit ihrem 85-jährigen musikalischen Leiter Rolf-Dieter Froh zur Schultenhöge. Fünf Mal sorgten sie in den vergangenen zehn Jahren mit ihren plattdeutschen Liedern und witzigen Geschichten für Stimmung.

Krause beklagt Ärztemangel

Aber bei aller lockerer Atmosphäre gab es auch ernsthafte politische Beiträge. Bürgermeister Krause beklagte zum Beispiel die seiner Meinung nach mangelhafte ärztliche Versorgung in Kaltenkirchen. „Wir sind da als Stadt leider ohnmächtig, unsere Möglichkeiten, etwas zu ändern, sind sehr eingeschränkt.“ Dass ein Hausarzt statistisch 1800 Einwohner zu versorgen habe, passe nicht mehr. Und dass zum Beispiel Kaltenkirchener Mediziner ihre „Arztsitze“, also ihre Praxen, auch ins Umland verkaufen könnten, bezeichnete der Verwaltungschef als unmoralisch.

„Was hier heute Abend stattfindet, ist unser politisches Ziel“, sagte Grote: „Denken in neuen Räumen.“ Es werde künftig für die Kommunen notwendig sein, zusammenzurücken. „Wir brauchen zum Beispiel regionale WLan-Netze. Lokale Clouds müssen das Ziel sein.“

Von Klaus-Ulrich Toedter

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