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Segeberg Autokauf rückt näher
Lokales Segeberg Autokauf rückt näher
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10:04 14.09.2018
Daniela und Dennis Niemeier hoffen darauf, dass für ihre kranke Tochter Djelly bald ein Transporter gekauft werden kann. Quelle: Georg Grommes
Lentföhrden

„Es ist einfach unglaublich, was da passiert ist.“ Daniela Niemeier kann es so recht immer noch nicht fassen. So, wie es ausschaut, werden sie und ihr Mann noch vor Weihnachten mit ihrer schwer kranken Tochter Djelly die nähere und weitere Umgebung Lentföhrdens erkunden können. Das Geld für einen Spezialtransporter, auf den Djelly angewiesen ist, ist beinahe beisammen. „Wenn sich jetzt noch möglichst viele Menschen an der Aktion Lentföhrden läuft am Sonntag, 23. September, beteiligen, ist das Ziel wahrscheinlich erreicht“, vermutet Daniela Niemeier.

Segeberger Zeitung startete Spendenaufruf

Wie die Segeberger Zeitung berichtete, hatten sich die Eltern der Sechsjährigen, Daniela (34) und Dennis Niemeier (40), vor einigen Monaten nach langem Zögern an die Öffentlichkeit gewandt und um Spenden für die Anschaffung eines speziell ausgerüsteten Transportes gebeten, für dessen Kauf einfach kein Geld da war.

Ihre Tochter, so hatten die Niemeiers zehn Monate nach der Geburt erfahren, leidet an Spinaler Muskelatrophie (SMA), einer genetisch bedingten Krankheit. SMA bedeutet – vereinfacht erklärt –, dass alle Muskelfunktionen im Körper schleichend schwächer werden, bis am Ende auch die Atmung erlischt. Eine Heilung gibt es nicht. Die Lebenserwartung, sagten Ärzte damals den verzweifelten Eltern, liegt bei etwa zwei Jahren.

Djelly kann sich kaum bewegen

Inzwischen ist Djelly sechs geworden. Sie kann sich kaum bewegen, muss dauerhaft beatmet und künstlich ernährt werden. Ihren Speichel kann sie nicht schlucken, wie es gesunde Menschen tun. Er muss regelmäßig maschinell abgesaugt werden.

Wenn die Niemeiers ihr Haus in Lentföhrden verlassen wollen, geht dies nur mit einem besonders umgebauten Rollstuhl, lebensnotwendige Hilfsmittel wie das Beatmungsgerät oder die Maschine zum Speichelabsaugen müssen immer dabei sein.

Weite Wege sind damit nicht möglich, dabei liebt Djelly diese Ausflüge. „Wir sehen“, sagt Daniela Niemeier, „wie unserer Tochter alle neuen Eindrücke aufsaugt wie ein Schwämmchen, sich alles genau merkt und noch Tage später wiedergeben kann.“

Ein großer Transporter ist nötig

Ein großer Transporter, zweckmäßig umgebaut, könnte Abhilfe schaffen. Doch der ist teuer, sehr teuer sogar – mehr als 50000 Euro auf jeden Fall. „Unerschwinglich“, sagte Dennis Niemeier damals.

Doch jetzt sieht alles anders aus. Das Schicksal der kleinen Djelly Niemeier aus Lentföhrden hat ganz viele Menschen tief bewegt. Und die haben nicht weggeschaut, sondern in ihre Taschen gegriffen, um mit einer Spende ein wenig Freude in das Leben des unheilbar kranken Mädchens zu bringen.

Spendenlauf soll letztes Geld bringen

Mit dem Spendenlauf in Lentföhrden sollte das Geld für den Transporter dann endgültig zusammen sein. Vorausgesetzt, dass möglichst viele Teilnehmer an den Start gehen.

Von Georg Grommes

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