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Segeberg Erneut Steinwürfe auf fahrende Lkw
Lokales Segeberg Erneut Steinwürfe auf fahrende Lkw
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17:58 21.09.2018
Die Kripo ermittelt wegen versuchten Totschlags. Quelle: Daniel Friederichs/Danfoto
Neumünster

Tatort war am Freitag eine Brücke auf Höhe des Ortsteils Willingrade, teilt Polizeisprecher Arnd Habermann mit. Die Lastwagen waren auf der B 205 in Richtung Bad Segeberg unterwegs gewesen. Gegen 6.25 Uhr wurden beide Fahrzeuge nahezu gleichzeitig getroffen. Die Fahrer – 54 und 29 Jahre alt – kamen mit dem Schrecken davon. „Beim Tatwerkzeug handelt es sich um Steine“, sagt Habermann. Zur Größe der Wurfgeschosse machte die Polizei keine Angaben – „das geht zu sehr ins Täterwissen“. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Steine von der Brücke geworfen wurden. 

Noch keine Hinweise auf Täter

Die Überquerung und die Bundesstraße wurden für die Ermittlungen fast eine Stunde lang beidseitig gesperrt. Die Beamten hoffen darauf, Spuren vom Täter und die Wurfgeschosse zu finden – auf der Brücke und im Randbereich der B 205. „Das ist für uns derzeit das Wichtigste“, so Habermann. Hinweise auf einen Täter gebe es in diesem frühen Stadium der Ermittlungen noch nicht. Die betroffenen Fahrer konnten keine Angaben zum Angreifer machen, der im Schutz der Dunkelheit agierte. Wegen der Gefährlichkeit der Taten ermittelt die Polizei nicht nur wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, sondern auch wegen eines Tötungsdelikts.

Ähnliche Vorfälle am Donnerstag

Bereits am Donnerstag war es zu ähnlichen Vorfällen auf der B 205 gekommen. Nur ein paar Kilometer entfernt, auf Höhe der Ortschaft Groß Kummerfeld an der Überquerung Mühlenstraße. Drei Lkw wurden dort auf der Frontscheibe getroffen. Die Angriffe ereigneten sich ebenfalls kurz nach sechs Uhr morgens. Laut Polizei hatte keiner der drei Fahrer erkennen können, von wo sie genau beworfen wurden. Oder von wem. Die Lastwagenfahrer – 61, 62 und 59 Jahre alt – blieben unverletzt. 

Nach den Steinwürfen an zwei aufeinander folgenden Tagen will die Polizei die Gegend nun verstärkt im Auge behalten.

In letzter Zeit häufen sich die Steinwürfe in Schleswig-Holstein, die Kriminalpolizei Kiel hat mittlerweile sogar eine Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der oder des Täters führen, ausgerufen.

Von Nadine Materne

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