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Segeberg Aldi lehnt Wohnungen über dem Markt ab
Lokales Segeberg Aldi lehnt Wohnungen über dem Markt ab
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16:25 08.04.2019
Von Einar Behn
Der Aldi-Markt an der Hamburger Straße soll durch einen Neubau ersetzt werden. Er ist erst zehn Jahre alt. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Aldi plant seit zwei Jahren, den Markt an der Hamburger Straße zu erweitern. Er ist zwar noch keine zehn Jahre alt, soll aber abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Verkaufsfläche wird dadurch von zurzeit 800 Quadratmetern auf 1000 Quadratmeter wachsen und kann sogar noch bis auf 1200 Quadratmeter erweitert werden. Auch der Aldi-Markt bei Famila ist 2017 auf die neue Standardgröße des Discount-Unternehmens vergrößert worden. 

Außerdem: Der vorhandene Aldi-Markt mit seiner Klinkerfassade entspricht nicht mehr dem aktuell einheitlichen Erscheinungsbild der Märkte, der sogenannten Corporate Identity. Die sieht einen modernen Plattenbau vor.

Aldi rückt näher an Nachbarhäuser

Durch das Größenwachstum rückt der Markt näher an die Wohnbebauung im Norden und Süden heran, was die hohen Lärmschutzwände erfordert. Die Maximalhöhe von vier Metern soll die Ladezone abschirmen. Zur südlichen Nachbarbebauung wird die Wand drei Meter hoch, zur nördlichen 2,50 Meter. Die Nachbarn werden also künftig gegen Wände gucken. 

B-Plan schon zu weit fortgeschritten

In den vorherigen Beratungen hatte der Planungsausschuss Aldi aufgefordert, das Gebäude zweistöckig zu errichten. Eingeschossige, großflächige Gebäude seien Baulandverschwendung. Das Obergeschoss sollte für Wohnungen genutzt werden. In Großstädten, unter anderem Hamburg, hat der Discounter bereits Märkte als Etagenhäuser gebaut, um Wohnraum zu schaffen. Erich Dorow, Leiter des städtischen Bauamtes, hatte mit den Aldi-Planern darüber gesprochen, bekam aber eine Absage. „Aldi hat darum gebeten, auf den Wohnungsbau zu verzichten. Das sei nur ein Modell für Großstädte“, berichtete Dorow. Die Stadt hätte zwar die Möglichkeit, im Bebauungsplan entsprechende Wohnungen festzuschreiben. Das wollte der Planungsausschuss aber nicht. Das B-Plan-Verfahren sei schon zu weit fortgeschritten.

Jeske künftig für striktere Festsetzungen

Bürgermeisterin Verena Jeske sprach sich dafür aus, künftig solche Festsetzungen vorzunehmen. Wohnungsmangel sei längst kein Problem der Metropolen mehr. Den gebe es auch in Bad Bramstedt. „Es ist sehr schade, dass Aldi jetzt keine Wohnungen bauen will“, so die Bürgermeisterin. 

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