Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Asklepios verspricht hohe Gewerbesteuer
Lokales Segeberg Asklepios verspricht hohe Gewerbesteuer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 13.10.2018
Von Einar Behn
Der Asklepios-Konzern hat seinen Sitz im Rübenkamp in Hamburg-Barmbek, dem früheren Barmbeker Krankenhaus. Alleiniger Konzernchef ist Kai Hankeln aus Bad Bramstedt, der frühere Geschäftsführer des Klinikums Bad Bramstedt. Quelle: Maiken Behn
Bad Bramstedt

 Das nämlich habe die Bürgermeisterkandidatin Verena Jeske gegenüber der CDU geäußert, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Brumm. Der Unterstützer von Amtsinhaber Hans-Jürgen Kütbach erklärte: „Wer die geplante Ansiedlung der zentralen Logistikgesellschaft eines der größten deutschen Klinikbetreiber auf den Bau eines Hochregallagers mit einem Arbeitsplatz für einen Pförtner reduziert, kommuniziert irreführend“, so Brumm. Jeskes Darstellung sei „geeignet, diesen Investor abzuschrecken“.

Was ist dran an der Kritik? Fakt ist, dass sich Asklepios nicht abschrecken lässt. Im Gegenteil: Der Kaufvertrag ist längst unterzeichnet. Das Unternehmen wartet darauf, dass die Erschließungsarbeiten für das neue Gewerbegebiet Süd in Bad Bramstedt beginnen. Richtig ist, dass Asklepios das Zentrallager von einer eigenen Logistikgesellschaft, der „Asklepios Einkauf und Versorgung GmbH“ betreiben lassen will.

Ein Viertel mehr Gewerbesteuer?

Diese werde in Bad Bramstedt Gewerbesteuer bezahlen, versicherte Konzernsprecher Mathias Eberenz der Segeberger Zeitung. „Die entstehenden Gewinne werden versteuert. Wir gehen aktuell von jährlichen Gewerbesteuerzahlungen im siebenstelligen Millionenbereich aus“, so Eberenz. Das wäre also mindestens eine Million Euro. Die gesamten Gewerbesteuereinnahmen der Stadt lagen 2017 bei 4,6 Millionen Euro, es würde fast ein Viertel dazu kommen.

Bis die Steuereinnahmen sprudeln, wird es noch dauern. Die Gewerbesteuer ist gewinnabhängig und Eberenz erklärte, die Umsätze sollen in mehreren Ausbaustufen steigen. Voraussichtlich werde am Ende bei vollem Betrieb ein jährlicher Umsatz „in Höhe eines deutlich dreistelliger Millionenbetrag generiert“.

50 Arbeitsplätze sollen entstehen

 In Bad Bramstedt soll das Zentrallager für alle zum Konzern gehörenden Kliniken gebaut werden. Hier wird alles gelagert, was zu einem Krankenhausbetrieb gehört: Betten, Wäsche, medizinisches Gerät, nur keine Medikamente. „Es soll ein hochmodernes weitgehend automatisiertes Lager entstehen. Bis zu 50 hoch qualifizierte Mitarbeiter werden dort tätig sein“, erklärte Eberenz.

Verena Jeske bleibt dennoch skeptisch. Sie habe von einem Hochregallager gesprochen, weil zu dem Zeitpunkt niemand wusste, was Asklepios wirklich plant. Zu den neuen Fakten sagte sie: „Es ist ja schön für Bad Bramstedt, wenn es so eintritt. Dann wären die 2,5 Hektar Gewerbeland sinnvoll genutzt.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Flüchtlingsunterkunft in Boostedt hat ein 21-jähriger Afghane eine Scheibe mit einem Stein eingeschlagen. Niemand wurde verletzt. Der Aktion vorausgegangen war ein wohl nicht zufriedenstellendes Gespräch mit einem Mitarbeiter des Landesamts

12.10.2018

5303 Bad Segeberger sind bei der Zusammenstellung des neuen Seniorenbeirats wahlberechtigt – und gerade einmal neun von ihnen kamen in den Bürgersaal, als sich dort die Kandidaten vorstellten. Bis Donnerstag, 8. November, läuft die Wahl des Gremiums, das der älteren Generation eine Stimme verleiht.

Michael Stamp 12.10.2018

Wer einen der begehrten Adventskalender des Lions Club Kaltenkirchen haben möchte, sollte sich bereits jetzt damit beschäftigen. Ab Sonnabend, 27. Oktober, wird der Kalender mit Weihnachtsmann-Motiv für fünf Euro pro Stück an den Mann und die Frau gebracht.

Nicole Scholmann 12.10.2018