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Segeberg Restaurant statt in die große Wirtschaft
Lokales Segeberg Restaurant statt in die große Wirtschaft
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21:11 21.11.2018
Von Einar Behn
Sin-Ki Ho und sein Cousin Hong Zhin Tang sind die Geschäftsführer des China-Restaurants Ho. Choon Fat Tan arbeitet bereits seit 1983 als Koch in dem Familienunternehmen. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

 Ho kam im Alter von vier Jahren nach Deutschland. Sein Vater Yau-Yin Ho war in seiner Jugendzeit ein reiselustiger Mann. Mit 18 verließ er Hong Kong, reiste nach England, Holland und schließlich nach Hamburg. „Work and Travel würde man heute sagen“, meint Sohn Sin-Ki Ho. Zurück in Hong Kong lernte der Vater seine spätere Frau Yuk-Ying Chung kennen, Sohn Sin-Ki wurde geboren. Die junge Familie zog wieder nach Deutschland und eröffnete schließlich 1983 das erste China-Restaurant Bad Bramstedts in den Winkelgebänden.

Die Anfangszeit war schwer.  Vater Ho konnte das Restaurant kaufen. „Für einen horrenden Preis“, erinnert sich der Sohn. „Meine Eltern dachten, das könnten sie nie abbezahlen.“ Doch das Restaurant florierte, die Sorgen waren bald vergessen.

Karriere in der Londoner Finanzwelt

Sin-Ki Ho bestand 1995 an der Jürgen-Fuhlendorf-Schule das Abitur, studierte Betriebswirtschaft mit Master-Abschluss in England und machte in der Londoner Finanzwelt Karriere. Schließlich warb ihn die Commerzbank ab, holte ihn nach Frankfurt. Er hatte große Kunden, Air Berlin beispielsweise. Aber seine Welt war das nicht. „Ein Kollege hat mich am ersten Tag mit den Worten begrüßt ’willkommen im Haifischbecken’. So war es auch“, erzählt Ho. Viele Wichtigtuern lernte er kennen. "Darum hatten wir ja die Finanzkrise.“

2010 überlegten die Eltern, der Vater ist heute 67, die Mutter 62, ihr Restaurant zu verkaufen. „Sie wollten auch noch mal etwas anderes machen“. Aber Sin-Ki Ho wollte den Verkauf nicht. Er gab seinen Job als Investmentbanker auf, um das elterliche Restaurant zu übernehmen. „Das gefällt mir auch viel besser. Ich hänge an Bad Bramstedt, weil ich hier eine wunderschöne Kindheit hatte.“

Speisen sollen authentischer werden

Die Bad Bramstedter seien viel offener geworden, hat er nach seiner Rückkehr festgestellt. „Wir wollen davon weg kommen, dass es in allen China-Restaurants gleich schmeckt, als wäre es eine Mc-Donalds-Kette.“ Das gelänge auch zunehmend. „Wir können heute auch schon mal authentischere chinesische Küche anbieten“, sagt Ho. Beispielsweise gibt es bei ihm jetzt chinesische Tapas. Neben bekannten Speisen aus dem Wok gibt es bald auch dampfgegarte Meeresfrüche.

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