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Segeberg Flüchtlingshaus nach zwei Jahren fertig
Lokales Segeberg Flüchtlingshaus nach zwei Jahren fertig
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08:28 09.02.2019
Von Einar Behn
Das Flüchtlingshaus ist fertig, nur die Außenanlagen nicht. Im März sollen die ersten Flüchtlinge einziehen - nach zweijähriger Bauzeit. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Umstritten war der Bau von vornherein. Die Pläne, das Haus zu bauen, waren 2016 aufgenommen worden, damals noch unter dem Eindruck des Flüchtlingsstromes im Jahr zuvor. Doch schon damals zeichnete sich ab, das kaum noch Flüchtlinge nach Bad Bramstedt kommen.

Die Wankendorfer Baugenossenschaft bot der Stadt damals an, nach ihrem „Kieler Modell“ ein Wohnhaus in der Gorch-Fock-Straße zu bauen, auf eigenem Grundstück. Das ist längst fertig und bezogen. Ein zweites, gleiches Haus am Tegelbarg zu errichten, lehnte die Baugenossenschaft aber ab. Sie sah dafür weder Bedarf noch war ihr das Grundstück attraktiv genug gelegen. Dort gibt es nur Gewerbe und die Bundespolizei in der Nachbarschaft. Die Stadt beauftragte daraufhin die Wankendorfer, das Kieler Modellhaus auf ihre Rechnung zu bauen. Und das dauert nun bereits zwei Jahre – ungewöhnlich lange für ein Gebäude das vielfach in Schleswig-Holstein nach dem selben Plan errichtet wurde.

Am 20. Februar ist Bauabnahme

SPD-Stadtverordneter Arnold Helmcke sagt: „Da war nie richtig Druck drauf, ab und zu sieht man da mal ein Handwerkerauto.“

Wie Frank Duwe vom städtischen Bauamt berichtete, ist am 20. Februar die Bauabnahme. Mitte März sollen dann die ersten Flüchtlinge einziehen. Es wird auch Zeit. Ein Grund, das Haus zu bauen, war, dass die Stadt 2015 zum Teil extrem teure Wohnungen mieten musste, um dem Flüchtlingsstrom Herr zu werden. Diese Wohnungen sollen nun geräumt werden, die Bewohner in den Neubau umziehen.

54 Flüchtlinge können einziehen

Bisher wurde jedoch laut Bürgeramtsleiter Jörg Kamensky nur eine Flüchtlingswohnung gekündigt. „Wir müssen genau auswählen, welche Flüchtlinge zusammenpassen“, sagte Kamensky. 54 Menschen können untergebracht werden, zum Teil in Gemeinschaftsräumen mit gemeinsamer Küche.

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