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Segeberg Wieder ein altes Haus weniger
Lokales Segeberg Wieder ein altes Haus weniger
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10:00 07.02.2019
Von Einar Behn
Dieses Haus im Schlüskamp soll abgerissen werden. Nun sorgt sich die Kommunalpolitik, dass dort ein unangemessener Neubau entsteht. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Der Abrissantrag ist innerhalb von zwei Jahren der zweite für alte Häuser im Schlüskamp. Genehmigt ist auch der Abriss eines Jugendstilhauses in der Nachbarschaft des früheren Kinos. Dort konnte die Stadt allerdings mit dem Eigentümer vereinbaren, dass der Neubau wieder eine Jugendstilfassade bekommt. In dem neuen Fall hatten Bauausschussvorsitzender Volker Wrage (CDU) und Bauamtsmitarbeiter Frank Duwe sich das Gebäude von außen angesehen. Es sei marode, erklärten beide im Bauausschuss. „Ein Neubau ist wahrscheinlich billiger als die Sanierung“, so Duwe.

Erhaltungssatzung wird nicht angewendet

Gegen die Abrissgenehmigung steht aber die Erhaltungssatzung, die alte Häuser im Innenstadtbereich schützt. Die Stadt muss jedoch gute Gründe haben, wenn sie den Erhalt des Hauses durchsetzen will. Einer davon könnte das schmucke Nachbargebäude sein. „Wir könnten die Bebauung als ein schützenswertes Gesamtensemble bewerten und deshalb keine Abrissgenehmigung erteilen“, so Duwe. Das vermochte der Ausschuss allerdings nicht zu erkennen, zumal vom Originalzustand des Abrisshauses nicht mehr viel übrig ist.

Zweigeschossiger Neubau ist möglich

Einen Haken allerdings hat die Abbruchgenehmigung: Für den Schlüskamp gilt ein Bebauungsplan und der lässt auf dem Grundstück einen zweigeschossigen Neubau mit ausbaufähigem Dach zu, also ein stattliches Gebäude, das die kleine Kate nebenan optisch erdrücken würde. Das Eigentümerpaar, das sich die Debatte im Bauausschuss anhörte, machte keinen Hehl daraus, die Möglichkeiten, die der Bebauungsplan lässt, auch ausschöpfen zu wollen. 

Nun hoffen die Kommunalpolitiker im Gespräch mit den Besitzern doch noch Einvernehmen über eine verträgliche Bebauung erzielen zu können. 

Kein Denkmalschutz für Nachbarhaus

Und sie setzen auf die Untere Denkmalpflegebehörde, die allzu schlimme Bausünden in der Nachbarschaft zu einem Kulturdenkmal verhindern kann. Doch, anders als vom Bauamt behauptet, taucht die Kate in der Liste der Bad Bramstedter Kulturdenkmäler gar nicht auf. Der unerwünschten zweigeschossigen Bebauung auf dem Nachbargrundstück dürfte damit nichts im Wege stehen.

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