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Segeberg Dürre kann dem Wasserwerk nichts anhaben
Lokales Segeberg Dürre kann dem Wasserwerk nichts anhaben
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07:00 11.07.2018
Von Einar Behn
Der beratende Ingenieur Dr. Reimer Götz, Stadtwerke-Chef Marc Fischer und der stellvertretende Leiter des Wasserwerkes Bad Bramstedt, Patrick Thun versichern, dass die Wasserversorgung trotz der Dürre gesichert ist. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

 Die sechs Brunnen des Wasserwerkes im Ortsteil Bissenmoor pumpen das Nass aus Tiefen zwischen 20 und 55 Metern. Dort befindet sich die zweite Grundwasserschicht. „Wer im Garten einen Brunnen bohrt, kommt nach wenigen Metern auf den ersten Grundwasserleiter. Darunter liegt dann eine Mergelschicht und erst darunter der zweite Grundwasserleiter, aus dem wir pumpen“, erklärt Thun.

Regen spielt keine Rolle

„Diese tiefen Wasserspeicher werden während der vegetationsfreien Zeit von Oktober bis März durch die Niederschläge aufgefüllt“, ergänzt Dr. Reimer Götz. Er ist bei der Geries Ingenieur GmbH in Ellerhoop tätig, die die Stadtwerke Bad Bramstedt im Gewässerschutz berät. Im Sommer könne das Regenwasser nicht bis in die tiefen Schichten eindringen. Es verdunste durch die Wärme oder werde von den Pflanzen aufgenommen. Somit sei es für die Wasserversorgung von Bad Bramstedt unerheblich, ob es in den nächsten Tagen oder Wochen wieder regnet oder nicht.

Rasensprengen ist kein Problem

Wer also seinen Rasen wässern will, der kann das tun, ohne befürchten zu müssen, einen Wassernotstand zu fördern. „Trotzdem sind die Leute sehr vorsichtig mit dem Wasserverbrauch“, hat Thun festgestellt. Obwohl die Einwohnerzahl steigt, sei der Wasserverbrauch in den letzten Jahren weitgehend konstant gewesen. Auch Stadtwerke-Geschäftsführer Marc Fischer glaubt, dass sich aufgrund des gestiegenen Umweltbewusstseins immer mehr Menschen schwer tun „Trinkwasser auf den Rasen zu gießen.“

Bisher wurden 30.000 Kubikmeter mehr verbracht

Im letzten Jahr verbrauchten die Bad Bramstedter, sowie die ebenfalls ans Wasserwerk angeschlossenen Gemeinden Bimöhlen, Fuhlendorf und Hitzhusen, 1,26 Millionen Kubikmeter Wasser. Das Wasserwerk hat vom Land Schleswig-Holstein eine Genehmigung bekommen, bis zu 1,5 Millionen Kubikmeter fördern zu dürfen. „Das haben wir aber noch nie ausgeschöpft“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Fischer. Im trockenen Mai dieses Jahres lag der Wasserverbrauch um rund 23 Kubikmeter über dem des Vorjahres, der Juni ist noch nicht abgerechnet. Insgesamt addiert sich der Mehrverbrauch in diesem Jahr bisher auf gut 30.000 Kubikmeter – eine vernachlässigbare Größenordnung.

Seit 2005 wurde das Areal, aus dem Bad Bramstedt sein Wasser pumpt, als Wasserschutzgebiet deklariert. Es erstreckt sich in südliche Richtung über Lentföhrdener Gebiet bis zur Nützener Heide. Die sechs Brunnen im Wasserwerk befinden sich somit im nördlichen Zipfel des Gebietes. Durch Kontrollbohrungen konnte festgestellt werden, woher das gepumpte Wasser stammt.

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