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Segeberg Neue Spur soll Staus entschärfen
Lokales Segeberg Neue Spur soll Staus entschärfen
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06:15 07.12.2016
Von Einar Behn
Wenn die Bahn kommt, müssen auch Autofahrer, die im Landweg vor der Schiene nach rechts abbiegen wollen, an der roten Ampel warten. Seit Jahren ist das ein Ärgernis. Im nächsten Jahr soll Abhilfe geschaffen werden. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Doch FDP und Grüne bezweifeln die Sinnhaftigkeit. Im Finanzausschuss versuchten sie, im letzten Moment die Pläne zu stoppen – scheiterten allerdings mit einer Streichung des Haushaltspostens.

 „Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen“, begründete Helmer Krane (FDP) seinen Streichantrag. Nur einige Abbieger profitierten davon und das auch nur einmal in der Stunde, wenn die AKN-Züge in den Bahnhof einlaufen. Auch Gerhard Schönau (Bündnis 90/Grüne) bezweifelt den Nutzen. Das Problem sei die AKN, die die Schranken senke, obwohl der Zug noch minutenlang im Bahnhof steht. „Was man da an Lebenszeit vor den Schranken vergeudet, spottet jeder Beschreibung“, sagte Schönau, der täglich von der Bimöhler Straße kommend das Bahngleis überqueren muss. Besser sei es, mit dem AKN-Vorstand zu verhandeln, als für viel Geld die Abbiegespur zu bauen.

 Finanzausschussvorsitzender Werner Weiß (CDU) ist ganz anderer Ansicht und mit ihm die große Mehrheit der Kommunalpolitiker. Der Kreuzungsumbau werde schon seit Jahren geplant, und er werde immer dringender, weil mit dem wachsenden Neubaugebiet südlich der Bimöhler Straße auch immer mehr Verkehr über die Kreuzung fließe.

 Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach warb ebenfalls für den Umbau. Durch einen Erschließungsvertrag sei es gelungen, die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die das Neubaugebiet an der Bimöhler Straße vermarktet, an den Kosten zu beteiligen. Wie hoch diese Beteiligung sein wird, ist allerdings offen. Die LEG habe sich vertraglich verpflichtet, „deutlich mehr als 100000 Euro zur Verfügung zu stellen“, erklärte Kütbach. Die genaue Summe sei vertraulicher Vertragsinhalt. Allerdings sei das Geld nicht allein für die Kreuzung gedacht, sondern auch für andere Infrastrukturmaßnahmen, wie beispielsweise ein Kinderspielplatz in dem Neubaugebiet.

 Kütbach betonte, die Rechtsabbiegespur im Landweg, für die die Stadt erst noch das Grundstück erwerben muss, sei die einzige Möglichkeit, die Situation zu entschärfen. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass über Jahre hinweg in den Fachausschüssen Einigkeit geherrscht habe, die Kreuzung umzubauen. Aber auch Kütbach räumte ein, dass die AKN das Hauptproblem sei. „Eine Optimierung der Schrankenschließzeiten hat allerdings Grenzen“, sagte er. Das Bahnunternehmen müsse Sicherheitsvorschriften beachten. Das bestätigte auch der Vertreter des Seniorenbeirates im Ausschuss, Bernhard-Michael Domberg, der früher selbst Eisenbahner war. Bei einer Notbremsung, die immer dann eingeleitet wird, wenn der Lokführer das Haltesignal übersehen hat, könne es passieren, dass der Zug durch den Bahnhof „durchrutscht“ und wegen des langen Bremsweges erst auf dem Bahnübergang zum Stehen kommt. Deshalb gingen die Schranken schon runter, wenn die Bahn für die Autofahrer noch gar nicht in Sicht ist.

 Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach kündigte an, einen Vertreter der AKN in den Bau- und Verkehrsausschuss einzuladen, um mit ihm nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

 Helmer Kranes Antrag wurde mit zwei Ja- und acht Nein-Stimmen abgelehnt.

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