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Segeberg 47 Stimmen zwischen Jeske und Kütbach
Lokales Segeberg 47 Stimmen zwischen Jeske und Kütbach
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19:04 24.09.2018
Von Einar Behn
Auch Ehemann Thilo (53) gehörte zu den Gratulanten seiner Frau Verena Jeske. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Verena Jeske hatte 48,56 Prozent der Stimmen für sich verbuchen können, Kütbach 47,76 und Serhat Yilmaz 3,67 Prozent. 5940 Stimmen wurden abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 50,6 Prozent entspricht.

Jeske bekam 2868 Stimmen, nur 47 mehr als Kütbach. Yilmaz konnte 217 Stimmen holen. Bei der Stichwahl zwischen Jeske und Kütbach wird es nun darauf ankommen, ob die beiden Kandidaten ihre Anhänger erneut mobilisieren und auch aus dem großen Lager der Nicht-Wähler noch den einen oder anderen für sich gewinnen können. Und, wie sich die 217 Wähler von Yilmaz entscheiden werden. Waren sie nur sein persönlicher Fanclub oder sind sie dem Lager der Kütbach-Gegner zuzuordnen, die am 21. Oktober Jeske wählen werden? Yilmaz selbst sagte: „Ich unterstütze ab jetzt Herrn Kütbach. Mir ist es wichtig, dass der Bürgermeister aus Bad Bramstedt kommt.“

Wahlsieg beim Italiener gefeiert

Viel Schlaf hatte Verena Jeske in der Wahlnacht nicht bekommen, wie sie am Montag verriet. Mit Familie, Freunden und Unterstützern war die Siegerin des Abends noch im Italiener Fratellis. „Ich hatte vor Aufregung den ganzen Tag nichts zu mir genommen“, erzählte sie: „Abends konnte ich dann endlich essen und in gemütlicher Runde den Tag ausklingen lassen.“ Ruhe gönnte sich die 39-Jährige nach ihrem Triumph allerdings nicht: Nachdem sie tagsüber wieder an ihrem Arbeitsplatz im Seeschifffahrtsamt Hamburg tätig war, wollte sie abends bereits wieder die Stadtverordnetenversammlung in Bad Bramstedt besuchen. Und auch ihre Hausbesuche will sie sofort wieder aufnehmen.

Kütbach war dagegen nicht in Feierlaune. „Klar, es war eine Enttäuschung, aber ich hatte keine schlaflose Nacht“, sagte er zur SZ. Auch für ihn war der Montag ein normaler Arbeitstag. Morgens ein Gespräch mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, danach Amtsleiterrunde im Rathaus, abends Stadtverordnetenversammlung. In den nächsten vier Wochen will er vor allem solche Bürger mobilisieren, die nicht zur Wahl gegangen sind, weil sie seine Wiederwahl ohnehin für sicher glaubten. 

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