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Segeberg Kein Rabatt für Fernwärmekunden
Lokales Segeberg Kein Rabatt für Fernwärmekunden
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06:01 19.10.2018
Von Einar Behn
Andreas Müller hält das Glasfaserkabel in der Hand, für das er keine Verwendung hat aber trotzdem bezahlen soll. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Xityligt, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Barmstedt, hat in großen Teilen Bad Bramstedts bereits Glasfaserkabel verlegt, die schnelles Internet ermöglichen. Auch in der Johanna-Mestorf-Straße im Westen der Stadt.

Müller wollte das nutzen, buchte bei einem freiberuflichen Vertreter von Xitylight ein Paket mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 200 Mbit/s. Aufgrund einer Kooperation der Barmstedter mit den Stadtwerken Bad Bramstedt bekommen sogenannte „Energiekunden“ einen Rabatt von 10 Euro pro Monat. Das bedeutet beispielsweise, sie bezahlen 34,95 Euro im Monat, was eigentlich der Tarif für das Paket Xitylight Home L mit 50 Mbit/s ist, bekommen aber dafür das Paket Xitylight Home XL mit 200 Mbit/s, was regulär 44,95 Euro kostet. „Das fand ich okay und unterschrieb“, erzählt Andreas Müller.

Fernwärmekunden sind keine Energiekunden

Irgendwann kamen dann die Handwerker, bohrten ein Loch in die Außenwand des Hauses in der Johanna-Mestorf-Straße und zogen das Glasfaserkabel hindurch. „Ich hatte bis dahin aber noch keine Vertragsunterlagen aus Barmstedt erhalten“, so Müller. Er fragte schriftlich nach und bekam zur Antwort, er müsse den regulären Preis von 44,95 Euro bezahlen. Grund: Müller sei kein „Energiekunde“ der Stadtwerke Bad Bramstedt. Als solche würden nämlich nur anerkannt, wer Gas oder Strom bezieht, nicht aber Fernwärmekunden. Müller versichert, der Vertreter habe ausdrücklich erklärt, dass auch Fernwärmekunden als „Energiekunden“ anerkannt seien und auf seine Nachfrage sogar extra noch einmal in seinen Unterlagen nachgesehen.

Mareike Preuß, Geschäftsführerin der Stadtwerke Barmstedt, verwies auf Nachfrage der Segeberger Zeitung auf den Kooperationspartner: „Die Bad Bramstedter wollen das so. Wir hätten kein Problem damit, auch Fernwärmekunden mit einzubeziehen.“

Fernwärmezwang in großen Teilen der Stadt

Vera Kelsch, Sprecherin der Stadtwerke Bad Bramstedt, bestätigt die Regelung. Das Bad Bramstedter Unternehmen ist finanziell an der Rabattgewährung beteiligt und will damit neue Kunden gewinnen oder alte bei der Stange halten. Um Fernwärmekunden muss aber nicht geworben werden, sie sind in großen Teilen Bad Bramstedts zwangsweise durch den Bebauungsplan an das Fernwärmenetz angeschlossen.

Andreas Müller und seine Familie blieben beim alten Anbieter, der Datenaustausch mit dem Internet erfolgt weiter über das langsamere DSL-Netz. Den Vertrag mit Xitylight kündigten sie. Dann aber kam eine Rechnung aus Barmstedt. Müller soll für die Kabelverlegung und eine Fritzbox bezahlen, die er nie erhalten hat. Mit Mahngebühren hat sich der Betrag inzwischen auf über 700 Euro summiert. Die Angelegenheit liegt mittlerweile bei den Rechtsanwälten – Ausgang ungewiss.

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