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Segeberg Zehn Prozent der Wasserproben belastet
Lokales Segeberg Zehn Prozent der Wasserproben belastet
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16:45 14.08.2017
Von Einar Behn
Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz untersuchte 49 Proben. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

 Der VSR war am 26. Juli mit einem Labormobil in Bad Bramstedt, um Wasserproben entgegen zu nehmen. Es ging nicht darum, dass Wasser aus dem städtischen Wasserwerk zu kontrollieren, sondern das aus privaten Brunnen, die teilweise noch aus Zeiten stammen, in denen es in den Dörfern keine zentrale Trinkwasserversorgung gab und die heute noch beispielsweise zur Gartenbewässerung genutzt werden. Der VSR-Gewässerschutz (ausgeschrieben: Verein zum Schutz des Rheines und seiner Nebenflüsse) hat seinen Sitz im nordrhein-westfälischen Geldern. Er ging in den 1980er-Jahren aus Bürgerinitiativen hervor. Sein Ziel ist es, durch die Wasserproben für ganz Deutschland eine Karte zu erstellen, die zeigt, wie es in den Regionen um das Grundwasser steht.

Physiker Harald Gülzow vom VSR stellte im Wasser eines privat genutzten Brunnen aus Kattendorf 94 Milligramm (mg) Nitrat pro Liter (l) – der Spitzenwert. Weitere Grenzwertüberschreitungen wurden mit 88 mg/l in einem Brunnen in Lentföhrden gemessen, 87 in Hagen, 75 in Armstedt und 74 in Wiemersdorf. Gut zehn Prozent der insgesamt 49 abgegebenen Proben haben eine zu hohe Nitratkonzentration. Der deutschlandweit geltende Grenzwert für Trinkwasser ist 50 Milligramm pro Liter. Wasser, das höhere Nitratwerte aufweist, ist nicht zum Trinken geeignet, weil das Nitrat den Sauerstofftransport im Blut behindert und auch im Verdacht steht, Krebs zu fördern.

Da die Untersuchungen freiwillig waren und somit auch einem gewissen Zufall unterlagen, lässt sich aus den Ergebnissen nicht ableiten, dass ein ganzes Dorf hoch belastet ist. „Beim Brunnen des Nachbarn kann das schon ganz anders aussehen. Es kommt immer darauf an, aus welcher Schicht das Wasser gepumpt wird“, erklärte Gülzow. Bei der Erstellung der Deutschlandkarte werde deshalb auch nicht jede Gemeinde einzeln aufgeführt. Es gehe um Regionen. Die Einfärbung auf der Karte richte sich danach, bei wie viel Prozent der abgegebenen Proben eine Grenzwertüberschreitung gemessen wurde. Um gesicherte Ergebnisse zu bekommen, werde die Untersuchung im nächsten Jahr noch einmal wiederholt. „Meistens kommen dabei aber die gleichen Ergebnisse heraus“, erklärte Gülzow. Der Raum Bad Bramstedt werde wohl nur hell rot eingefärbt und nicht dunkelrot, wie Teile von Sachsen-Anhalt. „Dort wies jede dritte Probe einen zu hohen Wert auf.“

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