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Segeberg Ergreifendes Brahms-Konzert
Lokales Segeberg Ergreifendes Brahms-Konzert
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21:57 25.11.2018
Von Friederike Kramer
Vor über 350 Zuschauern wurde in der Bad Segeberger Marienkirche „Ein deutsches Requiem“ aus der Feder von Johannes Brahms aufgeführt. Das Publikum war von der Darbietung des Segeberger Bachchors und des Sinfonieorchesters ergriffen. Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

Die Leitung des Konzerts lag in den Händen des Kreiskantors Andreas Johannes Maurer-Büntjen. Als Solisten überzeugten die Sopranistin Janna Ruck und der Bariton Christfried Biebrach. Das Konzert war eine Gemeinschaftsveranstaltung des Hospizvereins zu dessen 25-jährigem Jubiläum mit der Kirchenmusik der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Segeberg.

Johannes Brahms als unorthodoxer Lutheraner wählte für sein Requiem nicht den lateinischen Text der katholischen Liturgie. Der Musiker, der der Kirche mit einer gewissen Distanz begegnete, hatte seine eigene Sicht auf den Weg des Menschen nach seinem Tod. So stehen der Gestorbene und der Trost für die Hinterbliebenen im Mittelpunkt bei diesem Requiem.

Eindringlich begann der 60-köpfige Chor als führendes Element „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“ aus dem Psalm 125 zu interpretieren. Atemberaubend waren hier die feinen dynamischen Schattierungen, die Maurer-Büntjen dem Ensemble entlockte und wie er den Chor aus dem Piano heraus gestaltete. Bei den etwa 350 Konzertbesuchern brachte es eine berührende Ergriffenheit, die 80 Minuten anhielt.

Voller Innerlichkeit und mit klarem strahlkräftigen Sopran sang Janna Ruck die wunderbaren Worte „Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!“ Bariton Christfried Biebrach beeindruckte mit klangschöner und ausdrucksvoller Stimme, mit samtigem Timbre und viel Eleganz mit den Worten des Dichters Salomon: „Herr, lehre doch mich, dass ein Ende mit mir haben muss...“.

Das Segeberger Sinfonieorchester faszinierte das Publikum in der Marienkirche mit ganz eigenen Klangfarben. Die Streicher – und da ganz besonders die warm tönenden Celli – spielten einfühlsam und brachten eine schwebende klangliche Tiefe in den Raum des altehrwürdigen Gotteshauses. Die Bläser glänzten mit fesselnden, fast choralartigen Klängen.

Am Schluss klang das Werk leise aus mit „Selig sind die Toten...dass sie ruhen von ihrer Arbeit, denn ihre Werke folgen ihnen nach“. Es war still in der Marienkirche – eine Stille, die fast schon mit Händen zu greifen war. Dann setzte ergreifend das Glockengeläut ein. Erst in diesem Moment löste sich die Spannung und setzte der verdiente, langanhaltende Applaus ein.

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