Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Großfeuer im Gewerbegebiet
Lokales Segeberg Großfeuer im Gewerbegebiet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:25 20.06.2018
Von Michael Stamp
Ein Großfeuer im Gewerbegebiet Rosenstraße hielt 250 Einsatzkräfte aus Bad Segeberg und Umgebung am Mittwoch auf Trab. Quelle: Michael Stamp
Anzeige
Bad Segeberg

Dunkler Qualm hing über Bad Segeberg. Schon aus mehreren Kilometern Entfernung war am Mittwoch die gewaltige Rauchsäule über der Stadt zu erkennen. Spätestens als um 12.19 Uhr die Sirenen heulten, war klar: Hier ist etwas wirklich Großes in Gange.

Die Feuerwehr alarmiert nämlich nur dann laut, wenn die Brandschützer der Reserve hinzugeholt werden – und das ist in der Regel nur bei extremen Einsätzen der Fall. Einsatzleiter Mark Zielinski hatte zuvor auf den ersten Blick gesehen, dass hier ein Großbrand droht. Die Bevölkerung der näheren Umgebung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Drohne erkundete den Brandort aus luftiger Höhe

Entzündet hatten sich die Flammen nach ersten Erkenntnissen im hinteren Teil der 40 mal 80 Meter großen Halle, die früher zur Großküche Kühn gehörte; dort ist jetzt eine Autowerkstatt ansässig. Innerhalb weniger Sekunden entstand eine riesige Rauchwolke, die von der Rosenstraße aus so wirkte, als ob es bei PrimaGas brennt. Doch diese Katastrophe blieb Bad Segeberg erspart.

Den gesamten Nachmittag über wurde gelöscht; laut Geschäftsführerin Gabriele Turtun vom Kreisfeuerwehrverband blieb aber letztlich keine andere Wahl: Bagger mussten das Gebäude einreißen, um an die Brandnester in der Dachkonstruktion zu gelangen. Über Dachpappe arbeiteten sich die Flammen in Richtung Straße vor, vernichteten nach der Autowerkstatt auch ein Küchenstudio und das Bistro „Laguna“.

Feuerwehrleute mit Eis versorgt

Die sommerliche Hitze machte den Feuerwehrleuten in ihren schwerer Einsatzkleidung stark zu schaffen. Sie wurden zwischendurch nicht nur mit Getränken, sondern auch mit einem Eis versorgt. Wehrführer Zielinski koordinierte die Löscharbeiten gewohnt souverän. Zum Einsatz kam auch die Drohne des Kreisfeuerwehrverbandes, die zur Erkundung aus der Luft diente. Bürgermeister Dieter Schönfeld besuchte den Brandort und lobte die Feuerwehrleute. „Bei solchen Fällen sieht man, wie wichtig die richtige Ausstattung und Personalstärke sind.“ Seine Nachbarn, die geargwöhnt hatten, es brenne bei den Karl-May-Spielen am Kalkberg, konnte er beruhigen.

250 Einsatzkräfte, 15 Feuerwehren - einer der größten Einsätze der vergangenen Jahrzehnte der Region fand am Mittwoch in Bad Segeberg statt.
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auch Kinder und Jugendliche haben ein Mitspracherecht, wenn es um die Belange ihres Heimatortes geht. Zu diesen Zweck gibt es einen Kinder- und Jugendbeirat. Doch der war in Bad Bramstedt in den vergangenen zwei Jahren nur noch auf dem Papier vorhanden. Jetzt gibt es wieder einen aktiven.

Sylvana Lublow 20.06.2018
Segeberg Kuriose Sitzung in Oering - Gemeindevertreter im Wartemodus

Demokratie ist eine ernste Angelegenheit, entsprechend streng sind die Spielregeln. Dass diese skurrile Folgen haben können, zeigt sich in Oering: hier soll Peter Finnern Gemeindevertreter werden, obwohl er nicht genügend Stimmen erhalten hat. Anschließend fliegt er wieder aus dem Gremium.

Lutz Timm 20.06.2018
Segeberg Unfall in Heidmoor - Fahrer prallte gegen Baum

Am späten Dienstagabend ist es in Heidmoor im Kreis Segeberg zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein 24-Jähriger schwer verletzt wurde.

Sylvana Lublow 20.06.2018
Anzeige