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Segeberg Was wird aus der "Soldatenbrücke"?
Lokales Segeberg Was wird aus der "Soldatenbrücke"?
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19:20 10.10.2018
Von Michael Stamp
Die "Soldatenbrücke" über die Trave ist von der Stadt Bad Segeberg gesperrt worden. Quelle: Archiv Zastrow
Bad Segeberg

„Die Stadt Bad Segeberg prüft regelmäßig die Sicherheit ihrer Brückenbauwerke“, erklärt Bürgermeister Dieter Schönfeld. „Die Prüfungen gelten nicht nur den großen Straßenbrücken, sondern auch den Brücken für Fußgänger und Radfahrer.“ Bei der jüngsten Überprüfung der Soldatenbrücke habe der Gutachter nun festgestellt, dass diese nicht mehr sicher ist. Schönfeld: „Die Holzbrücke über die Trave von der Hamburger Straße zur B206, also der Bramstedter Landstraße, wird deshalb wegen erheblicher Beeinträchtigung der Standsicherheit bis auf weiteres gesperrt.“

Im städtischen Bauamt sorgt die Brücke für reichlich Kopfzerbrechen. „Die Wiederherstellungskosten sind so hoch, dass wir das nicht aus unseren normalen Mitteln zur Bauunterhaltung machen können“, erläutert Antje Langethal. „Das muss politisch entschieden werden.“ Sie schätzt die Kosten überschlägig auf 140000 bis 150000 Euro. Genaueres müsse aber ein Planer feststellen. Auf der Tagesordnung steht die Brücke aktuell noch nicht, aber in der nächsten Bauausschuss-Sitzung am Mittwoch, 24. Oktober, will die Amtsleiterin das Thema zumindest einmal vorstellen und ein Meinungsbild einholen, wie denn grundsätzlich weiter verfahren werden soll.

Sanierung wäre finanziell und von der Genehmigung her aufwändig

Denn sowohl finanziell als auch baulich und von der Genehmigung her würde die Sanierung eine aufwändige Angelegenheit. Die Brücke befindet sich mitten im sensiblen Travetal. Auch die asphaltierte Zuwegung sei in einem „superschlechten Zustand“, sagt Antje Langethal. „Da müssten wir verkehrssicherungsmäßig auch rangehen. Das müsste auf jeden Fall geändert werden.“ Allerdings werde die Brücke auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt.

Am 16. Oktober 1963 wurde in der Segeberger Kaserne das Pionierbataillon 537 aufgestellt. Da lag es nahe, quasi als Einstandsgeschenk eine Fußgängerbrücke über die Trave zu bauen. So wurde 1965 unterhalb der Eisenbahnbrücke eine hölzerne Flussquerung errichtet – die „Soldatenbrücke“. Doch mit ihr ist nun zumindest vorläufig Schluss. Nach 53 Jahren darf eine Holzbrücke auch mal schlapp machen.

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