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Segeberg Keine Spielotheken und Sex-Shops erlaubt
Lokales Segeberg Keine Spielotheken und Sex-Shops erlaubt
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06:00 19.01.2019
Von Michael Stamp
Neue Spielhallen (Symbolbild) sollen in der Bad Segeberger Innenstadt nicht mehr eröffnet werden können. Quelle: dpa
Bad Segeberg

Der B-Plan Nr. 48 wird in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt aufgegriffen. Das Gremium tagt am Mittwoch, 23. Januar, ab 18.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. Es hat aber auch schon eine erste Bürgerbeteiligung gegeben, an der neben fünf Kommunalpolitikern eine einzige Bürgerin teilnahm: die Betreiberin von „Dohse’s Spielcenter“ neben der Post.

Erste Idee stammt aus dem Jahr 1988

Allzu neu ist die Idee, das Gebiet in einem Bebauungsplan zu reglementieren, nicht: Die Aufstellung des Plans wurde von der Stadtvertretung am 10. Mai 1988 (!) angeschoben. „Das Verfahren wurde damals nicht fortgesetzt“, schildert Antje Langethal.

So wurden Neubauten in dem Bereich immer nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches zugelassen: Sie müssen sich in die Umgebung einfügen. So entstand zuletzt auch das Zahnärzte-Haus auf dem Post-Parkplatz. Das Problem bei der Sache mit dem Einfügen ist laut Antje Langethal jedoch, dass in der Umgebung sehr viele verschiedene Gebäudestile und -größen vorhanden sind. Letztlich fügt sich dort nach juristischen Maßstäben also so ziemlich alles ein.

Bestehende Betriebe werden nicht verdrängt

Etwas Bestehendes solle aber nicht verhindert oder verdrängt werden. „Ein B-Plan ist ja immer ein Angebotsplan“, sagt die Amtsleiterin. „Er legt Möglichkeiten fest, die jeder Eigentümer nutzen kann. Was genehmigt vorhanden ist, ist vorhanden. Der B-Plan sagt, wie die zukünftige Entwicklung sein soll.“

Angedacht sei, das historische und kleinstädtische Stadtbild und Flair des Gebiets zu erhalten. Zugleich soll eine Nachverdichtung auf freien Grundstücksflächen gefördert werden. Aufgrund des wuchtigen Sparkassengebäudes könne aber jemand auf die Idee kommen, einen ähnlichen Klotz hochzuziehen – das wäre mit dem neuen B-Plan (wohl) nicht mehr drin. Im selben Zug möchte man gewisse Branchen ausschließen. 

Nähe zu den Schulen ist Argument gegen Vergnügungsbetriebe

„Spielhallen und Sex-Shops führen oft zu einer negativen Entwicklung in anderen Betrieben“, erklärt Antje Langethal. In deren Nachbarschaft siedeln sich viele Firmen nicht gern an – und daher wolle man so etwas in der Innenstadt nicht haben. Zudem geht mitunter das Preisgefüge bei den Mieten kaputt, da derartige Unternehmen deutlich höhere Mieten erwirtschaften und zahlen können als herkömmliche Ladengeschäfte. Dass in diesem Fall noch die Dahlmannschule, die Gemeinschaftsschule am Seminarweg und der ZOB mit Hunderten von Fahrschülern in unmittelbarer Nähe liegen, sei ein weiteres Argument gegen solche Branchen.  

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