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Segeberg Nele Degenhardt verlässt Dahlmannschule
Lokales Segeberg Nele Degenhardt verlässt Dahlmannschule
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11:39 22.10.2018
Von Thorsten Beck
Nele Degenhardt ist nicht mehr Leiterin der Dahlmannschule. Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

Erste Anzeichen für einen bevorstehenden Abschied hatte es bereits in den vergangenen Tagen gegeben. Der Vertretungsplan im Internet für die ersten beiden Tage dieser Woche wies ausschließlich Einträge zu Fächern aus, die die Leiterin selbst unterrichtet: Deutsch, Philosophie, Geschichte und Darstellendes Spiel; alle mit einem Strich durch ihr internes Kürzel „dg“ versehen. Nun folgte ein Elternbrief, unterzeichnet von Tobias Hoenig. Nele Degenhardt, erst seit 2014 im Amt, habe das Gymnasium „auf eigenen Wunsch“ verlassen und werde „sich beruflich verändern“.

Bei der Leitung der Schule wird Hoenig von einem Team unterstützt, das auch bisher schon Verantwortung getragen hat. Dazu zählen stellvertretender Schulleiter Thorsten Glaser, Orientierungsstufenleiter Henning Brütt, Mittelstufenleiter Lukas Kuczewski und und Eike Schütze als Koordinator für schulfachliche Aufgaben angehören.

Stadtvertretung hatte Ablösung einstimmig gefordert

Die Formulierung „auf eigenen Wunsch“ dürfte zumindest teilweise die gemeinsame Sprachregelung der Verantwortlichen sein, zu denen vor allem die Stadt Bad Segeberg als Schulträgerin und das schleswig-holsteinische Bildungsministerium als oberste Aufsichtsbehörde gehören. Denn dass das Tischtuch zwischen Degenhardt und der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Dieter Schönfeld an der Spitze längst zerschnitten war, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Der Verwaltungschef hatte sich mit der einstimmigen Rückendeckung der Stadtvertretung in Kiel dafür eingesetzt, Degenhardt von ihren Aufgaben zu entbinden.

Letzter Anlass für diesen Schritt war ein vor allem von Nele Degenhardt zum Teil sehr persönlich ausgetragenen Konflikt um den zunehmenden Vandalismus auf dem Schulgelände am Markt. Die gemeldeten Schäden hatten zu Überlegungen geführt, das gesamte Grundstück mit einem Zaun zu versehen. Vor allem die Direktorin wehrte sich zuletzt vehement gegen eine Einzäunung und unterstellte Bauamtsleiterin Antje Langethal, sie habe womöglich einen persönlichen finanziellen Vorteil von dem Projekt. Auch dass die Hausmeister die Beschädigungen der Stadt meldeten, kritisierte Nele Degenhardt scharf – mit einer Anspielung auf Spitzelgewohnheiten aus der deutschen Geschichte.

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