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Segeberg Hier kann Baden lebensgefährlich sein
Lokales Segeberg Hier kann Baden lebensgefährlich sein
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09:00 22.07.2018
Eine Idylle, aber für den See im Kaltenkirchener Freizeitpark herrscht ein striktes Badeverbot. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
Kaltenkirchen

Auch zur Zeit kommt es immer wieder vor, dass dort ein Schlauchboot zu Wasser gelassen und gerne geschwommen wird. Zudem kühlen sich auch viele Hunde dort ab. Aber das alles ist verboten. Die Stadtverwaltung dokumentiert das mit Schildern, die rund um das bis zu 16 Meter tiefe Gewässer am Ufer aufgestellt sind. Dieses Verbot hat mehrere Gründe. Zum einen gehört der See nicht der Stadt Kaltenkirchen, sondern der Xella Deutschland GmbH, die dort noch Kiesabbau betreibt. Das geschieht unter der Wasseroberfläche, indem der Sand abgesaugt wird.

Von Schlingpflanzen droht Gefahr

Schon aus diesem Grund sei es lebensgefährlich, im See zu schwimmen, erklärt Karl-Michael Schroeder von der Kaltenkirchener Stadtverwaltung. Eine große Gefahr gehe auch von den Unterwasserschlingpflanzen aus, die im Jahr 2009 zum Ertrinken eines Badenden dort führten. „Wir überwachen natürlich das Badeverbot, unsere Mitarbeiter können aber nicht täglich vor Ort sein“, so Schroeder.

Angler dürfen den See nutzen

Nutzen dürfen hingegen Angler den See. „Darüber sind wir sehr froh“, sagt Gerhard Graap, Vorsitzender des Vereins SAIG-Proppenkieker Kaltenkirchen-Tangstedt. Für ihn ist das Gewässer ein tolles Revier, wo ein Vereinsmitglied schon mal einen 20 Kilogramm schweren Karpfen herausgeholt habe. Für den Angelchef ist aber eins ganz wichtig: „Wir füttern die Fische im See nicht an und setzen auch keinen Besatz aus. Alles nimmt hier nur seinen natürlichen Lauf.“

Gesamte Anlage ist 63 Hektar groß

Zusammen sind Park, See und die angrenzenden Sportanlagen rund 63 Hektar groß. An den Stellen, wo kein Kiesabbau mehr betrieben wird, ist inzwischen ein Naturidyll entstanden, mit Schmetterlingsgarten, Biotopen, Amphibientümpeln oder auch Sumpfzonen. Aber auch Aussichtshügel und Grillplätze sind vorhanden. Der bisher wiederhergestellte, ehemalige Sandabbaubereich erstreckt sich über das Nordufer des Sees.

Von Klaus-Ulrich Tödter

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