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Segeberg Bankenfusion weit vorangeschritten
Lokales Segeberg Bankenfusion weit vorangeschritten
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18:37 01.11.2018
Von Gunnar Müller
Die Vorstände der Raiffeisenbank Bad Bramstedt-Henstedt-Ulzburg und der Volksbank Pinneberg-Elmshorn planen eine Fusion der beiden Kreditinstitute für das kommende Jahr: Stefan Witt (von links), Uwe Augustin (beiden Pinneberg Elmshorn), Andreas Jeske und Ingmar Kampling (Raiba Bad Bramstedt). Quelle: Gunnar Müller
Bad Bramstedt

Ziel: Durch die Fusion beider Häuser entstünde die zweitgrößte Genossenschaftsbank in Schleswig-Holstein, erklärten die Vorstände beider Häuser gestern auf einer Pressekonferenz in Bilsen (Kreis Pinneberg).

Andreas Jeske, Raiffeisenbank-Vorstandsmitglied, blickt ebenso wie die anderen Vorstandskollegen beider Häuser optimistisch in die Zukunft: „Wir können jetzt aus einer Position der Stärke anstehende Strukturprozesse angehen.“ Beide Häuser seien wirtschaftlich gut aufgestellt – dennoch wolle man zusammen weiter wachsen und sich den künfitgen Herausforderungen durch Digitalisierung und einen veränderten Arbeitsmarkt stellen. Und das gelänge eher als großes Haus, erklärte Jeske: „Große Häuser haben einen Wettbewerbsvorteil für das Halten von Spezialisten.“ Gerade die seien durch die Digitalisierung in Zukunft noch gefragter als bisher. Raiffeisen-Vorstand Ingmar Kampling ergänzte seinen Kollegen: „Gerade im Finanzbereich müssen wir wegweisende Modelle entwickeln.“

Gleichzeitig jedoch wollen Kampling und Jeske sowie die Volksbank-Vorstände Stefan Witt und Uwe Augustin die Kundennähe suchen. „Das Bodenständige ist es, was uns als Volksbanken auszeichnet“, sagte Witt. Daher solle auch bei einer fusionierten – noch namenlosen – Volksbank vorerst nichts am Filialnetz geändert werden, das sich im Wesentlichen entlang der Autobahnen A23 und A7 entlang zieht. Keine Filiale werde im Zuge der Fusion geschlossen. „Und auch die gesamte Mannschaft beider Häuser bleibt bei einer Fusion an Bord“, bestätigte Kampling.

Fast 500 Mitarbeiter kümmern sich dann von Hamburg bis zum zehn Kilometer nördlich von Bad Bramstedt gelegenen Brokstedt um die Anliegen der dann knapp 120.000 Kunden. „Das ist für uns ein Wirtschaftsraum, der noch viel stärker zusammenwachsen wird“, erklärte Witt.

Der Geschäftsbericht 2017 wies für die Volksbank eine Bilanzsumme von 2,1 Milliarden Euro aus, bei der Raiffeisenbank betrug diese 531 Millionen Euro.

Im Sommer 2019 müssten die Vertreterversammlungen der beiden Banken mit einer Dreiviertelmehrheit dem Zusammengehen zustimmen. Und dieses werde dann bei einem positiven Votum auf den 1. Januar 2019 zurückdatiert.

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