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Segeberg JFS-Umbaupläne auf Null gesetzt
Lokales Segeberg JFS-Umbaupläne auf Null gesetzt
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08:01 21.05.2018
Von Sylvana Lublow
Parkplätze und Fahrradständer sollen getrennt werden, aber müssen die Radunterstände deshalb abgerissen werden?, fragten Bauausschussmitglieder. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Landschaftsarchitekt Johannes Kahl hatte im Bauausschuss Bad Bramstedt wahrlich kein leichtes Spiel. Der Rendsburger stellte seinen überarbeiteten Entwurf und musste erklären, warum die Umgestaltung des Außengeländes der Jürgen-Fuhlendorf-Schule (JFS) statt geplanter 1,4 Millionen Euro nun zwei Millionen kosten soll.

Einer der Gründe sind die unerwarteten Kanalarbeiten. Diese treiben mit rund 300.000 Euro das Gesamtvolumen in die Höhe. Durch die Kanalsanierung wird zusätzlich noch ein Teil des Schulhofs, die westliche Zufahrt, aufgerissen, was in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen war.

„Dies und zusätzliche Wünsche und Ideen seitens der Schule ergeben 211.000 Euro mehr Baukosten“, erklärte Kahl, zusätzlich zu den Kanalsanierungskosten. Und dann kommen auch noch die Baunebenkosten dazu, von denen nicht mal alle ermittelt sind. Bei den Gestaltungswünschen wurde offenbar nicht gerade auf den Euro geachtet. Schicke Holzbänke, Hängematten, LED-Laternen und Kletternetze sollen auf den Schulhof, der mit rotem Klinkersteinen verschönert werden soll.

Pläne wurden vom Bauausschuss zerrissen

Doch daraus wird wohl sobald nichts. Einige Bauausschussmitglieder zerrissen die Pläne förmlich. „Nach ihrem Plan kann man künftig an sechs Stellen vom Schulgelände aus auf die Straße fahren. Ist das verkehrssicher?“, fragte Jan-Uwe Schadendorf (SPD): „Hat da mal ein Verkehrsplaner drüber geguckt?“

Diese Frage musste Kahl verneinen. „Ich sehe nicht, warum das so teuer sein muss. Wenn ich so Zuhause arbeiten würde, wäre ich bankrott“, sagte Arnold Helmcke (SPD): „Ich habe an jeder Sitzung teilgenommen, in der es um die Schulhofumgestaltung ging, und jedes Mal wurde es teurer.“

Die Zwei-Millionen-Marke rüttelte nun auch die anderen Fraktionen wach. Ausschussvorsitzender Volker Wrage (CDU) ist das gesamte Bauvorhaben „einfach eine Nummer zu groß. Vielleicht sollten wir gewisse Dinge auch so lassen, wie sie sind“, gab er zu bedenken. Hartmut Müller (FDP) sah das ähnlich: „Warum sollten wir 300 Fahrradständer platt machen, um eine Rampe zu bauen? Das können wir uns sparen, es gibt bereits zwei barrierefreie Zugänge zur Schule.“

JFS-Delegation verließ enttäuscht den Saal

Der Ausschuss erteilte dem bisher von CDU, FDP und Grünen gutgeheißenden Plan eine Absage. Die Verwaltung wurde mit einer Neuplanung beauftragt. Eine zur Sitzung gekommene JFS-Delgation verließ daraufhin den Saal. „Das ist eine große Enttäuschung für uns“, sagte Schulleiter Oertel der SZ: „Vor der Kommunalwahl wurde alles durchgewunken und beschlossen und jetzt machen sie einen Rückzieher. Was sollen vor allem die Schüler davon halten?“

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