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Segeberg Tot gefundene Rotmilane waren vergiftet
Lokales Segeberg Tot gefundene Rotmilane waren vergiftet
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07:00 26.07.2018
Von Gerrit Sponholz
Die Naturschutzgemeinschaft Blunkerbach hatte im Juni nahe Daldorf tote Rotmilane gefunden. Quelle: Nils Kuhnert-Schumacher
Daldorf

Dies berichtete die Naturschutzgemeinschaft Blunkerbach. E605 sei seit 2002 in der EU verboten, nur noch im Ausland wie China bestellbar. Es spreche viel für die Vermutung, dass die drei Jungvögel gezielt vergiftet worden seien, sagt Nils Kuhnert-Schumacher aus Blunk, einer der Sprecher der Naturschutzgemeinschaft.

"Kriminelle Energie"

Eine oder mehrere Personen hätten „eine ganz erhebliche kriminelle Energie“ entwickelt. Für ihn liegt ein Tätermotiv nahe: „Der Rotmilan verhindert Windkraftgebiete.“ Denn die Tiere stünden unter Schutz. Im Umkreis von 1500 Metern um Horste darf nicht gebaut werden.

Das Land hatte vor einigen Monaten im Entwurf für einen neuen Regionalplan im Raum Daldorf, Blunk und Groß Rönnau mögliche Windeignungsflächen neu ausgewiesen.

Anfang Juli in der „vorläufigen Gebietskulisse als Grundlage für Ausnahmeprüfungen“ sind diese Gebiete nun herausgenommen worden – wegen der Rotmilane. Selbst wenn Horste erst mal leer sein sollten: Sie erzeugen eine Nachwirkphase für die Windkraftplanung.

Auswirkungen auf Windkraftpläne

Wegen der Windkraftpläne hatte sich einst die Interessengemeinschaft „Wir haben nur eine Heimat“ gegründet. Um ihre Ansicht zu untermauern, die Landschaft sei schützenswert, kartiert eine Gruppe der IG in der Blunker Bachniederung das Vogelvorkommen. Sie hatte Rotmilan-Horste entdeckt.

Im Juni waren zwei tote Jungmilane gefunden worden, ein dritter verendete später. Ein vierter Rotmilan lebte und war im Wildpark Eekholt hochgepäppelt worden und wird am Freitag nahe Daldorf ausgewildert.

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume geht von rund 220 Rotmilan-Paaren in Schleswig-Holstein aus.

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