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Segeberg Polizei geht von Brandstiftung aus
Lokales Segeberg Polizei geht von Brandstiftung aus
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12:48 19.10.2018
Brandstiftung vermutet die Polizei als Ursache bei fünf Bränden zwischen Rickling, Gönnebek und Groß Kummerfeld in den vergangenen Wochen Quelle: Klaus J. Harm/Archiv
Groß Kummerfeld/Gönnebek/Rickling

Das erste Feuer, bei dem die Ermittler von Brandstiftung ausgehen, war am Freitag, 15. Juni. Am frühen Nachmittag brannten mehrere Heuballen, die an einem Waldrand im Gönnebeker Ortsteil Laaken lagerten.

Bereits einen Tag später, am 16. Juni, gegen 14.30 Uhr brannte es erneut. Dieses Mal im Groß Kummerfelder Ortsteil Willingrade im Ricklinger Weg. Wieder in Waldnähe. 200 Quadratmeter Boden brannten ab, die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen.

Erneut etwa 200 Quadratmeter Bodenfläche gingen vier Tage später, am Mittwoch, 20. Juni, in Willingrade in Flammen auf. Wieder im Ricklinger Weg.  Die Tat ereignete sich um 18:45 Uhr.

Drei Feuer allein in Willingrade

Am Sonnabend, 30. Juni, brannte es das dritte Mal in Willingrade. Dieses Mal waren etwa 500 Quadratmeter Waldfläche im Bereich Plöner Damm betroffen. Das Feuer brach kurz vor 21 Uhr aus.

Der fünfte Brand ereignete sich am Dienstag, 3. Juli, um 11 Uhr im Böverstwischenweg in Rickling.

"Bei allen Taten ist nach bisherigem Ermittlungsstand von Brandstiftung auszugehen", sagt Polizeisprecher Arnd Habermann. Es konnten keine Hinweise auf eine unglückliche Entzündung des trockenen Bewuchses auf den betroffenen Flächen gefunden werden. Glasscherben oder wie im Fall der Blunker Flächenbrände ein alter Traktor mit Funkenflug.

Polizei sucht Zeugen

Sehr auffällig sei laut Habermann auch die zeitliche und räumliche Nähe der Brände. Es sei der Arbeit der Feuerwehr und glücklichen Umständen zu verdanken, dass bei der aktuellen Trockenheit nicht mehr Schaden angerichtet wurde. Ein Jäger, ein Landwirt und in zwei Fällen Segelflieger hatten die entlegenen Brandherde entdeckt.

Die Polizei hofft nun auf Mithilfe aus der Bevölkerung. "Die meisten Brände ereigneten sich am Nachmittag bis Abend", so Habermann. Es könnte daher sein, dass Spaziergänger oder Radfahrer etwas verdächtiges beobachtet haben rund um die Tatorte. Hinweise an die Kriminalpolizei in Bad Segeberg unter 04551/8840

Von Nadine Materne

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