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Segeberg Referenten sprechen Sprache der Schüler
Lokales Segeberg Referenten sprechen Sprache der Schüler
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18:25 11.03.2019
Zum achten Mal konnten sich die 11. Jahrgänge der beiden Segeberger Gymnasien an einem Berufsinformationstag über ihre beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Lea Nowak (links) aus Neversdorf und Janina Döhring aus Seth fanden die Vorträge sehr interessant. Quelle: Klaus J. Harm
Bad Segeberg

 Auch in diesem Jahr hatte die Elterninitiative mit dem Organisationsteam Edda Reimers, Dr. Birgit Noack und Andreas Högner eine glückliche Hand bei der Auswahl von 29 Referenten, die in fünf verschiedenen Sälen jeweils eine Dreiviertelstunde lang über ihr Fachgebiet informierten und den Schülern des 11. Jahrgangs Rede und Antwort standen.

Knapp 30 Berufe vertreten

 Die Räume hatte dafür die Jugendakademie an der Marienstraße zur Verfügung gestellt, die Referenten kamen unentgeltlich von privaten und öffentlichen Hochschulen, von der Bundes- und der Landespolizei oder aus regionalen Unternehmen. Aber auch Freiberufler, wie zum Beispiel Zahnärzte, waren gekommen, um den Jugendlichen aus der Praxis zu berichten. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Lions Club Bad Segeberg-Siegesburg, der die Kosten für Kaffee, Getränke und kleine Energiehäppchen übernahm. 

179 Schüler waren angemeldet

Die 179 Schüler von beiden Gymnasien durften vorher eine Wunschliste abgeben, welche sechs Vorträge sie an diesem Tag besuchen wollten. So war auch an dem Einsatzplan der Dozenten klar zu erkennen, wo die Prioritäten der jungen Leute lagen. So konnte Dirk Egbringhoff, der über Medienmanagement und das Studium zum Bachelor of Arts in Media and Communication informierte, auf 61 Interessierte schauen, Jan Schaper, der das Studium der Landwirtschaft erklärte, hingegen nur auf acht. Auch Anna Maywald von der Polizeidirektion Bad Segeberg hatte mit 50 Teilnehmern überdurchschnittlich viele Zuhörer zu verzeichnen. 

Laurens Intert, der über das Studium der Zahnmedizin referierte, warnte sein jugendliches Publikum: „Das ist nicht das Studium mit den meisten Ferien“, außerdem würden auch Leichen präpariert, was für viele junge Menschen sehr verstörend sei. Spaß bringe dagegen die Prothetik, bei der die angehenden Zahnärzte lernen müssten, selbst künstliche Gebisse herzustellen, um später zu wissen, was der Zahntechniker von ihnen braucht. Die größte Hürde beim Studium sei das Physikum nach dem 5. Semester; wer diese zahnärztliche Vorprüfung bestehe, schaffe auch zu 97 Prozent später das Staatsexamen. 

Schüler fanden Angebot informativ

Lea Nowak aus Neversdorf und Janina Döhring aus Seth waren begeistert von der informativen Übermittlung und vor allem davon, dass es sich bei den Referenten vornehmlich um junge Leute gehandelt habe: „Die haben das Studium selbst erst vor Kurzem absolviert und sprechen daher die gleiche Sprache wie die Schüler.“ Lea möchte gern in das Lehramt an Gymnasien einsteigen, kann sich aber auch vorstellen, an einer Grundschule zu unterrichten. Auch in den Landesdienst möchte Janina, ihr hat es aber die Landespolizei angetan: „Ich finde Polizei ganz spannend, da kommt jeden Tag etwas anderes auf einen zu“, begründet sie ihren Berufswunsch. 

Segeberger Zeitung seit Jahren dabei

Seit Jahren ist auch die Segeberger Zeitung beim Berufsinformationstag vertreten. Michael Stamp, der 1993 als Volontär bei der SZ anfing und seit 1995 als Redakteur arbeitet, stellte den klassischen Werdegang in der Lokalredaktion vor. Ein Großteil der späteren Redakteure haben sich über freie Mitarbeit zunächst für eine Ausbildung qualifiziert. Und er erklärte, was die wichtigsten Voraussetzungen für den Job sind: „Neugier auf so ziemlich alles – und Freude am Umgang mit Sprache.“

Wie dieses zweijährige Volontariat im Detail aussieht, verriet Gunnar Müller. Er hat seinen früheren Job in der Bankbranche aufgegeben und sich dem Journalismus zugewendet. Über ein Assessment Center qualifizierte er sich für die Ausbildung, die vom Medien-Campus der Madsack-Gruppe organisiert wird. Stationen sind neben der Arbeiten in den Lokalredaktionen unter anderem auch Redaktionen in Hannover und Berlin.

Von Klaus J. Harm

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