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Segeberg Neuer Lebensraum für Tiere
Lokales Segeberg Neuer Lebensraum für Tiere
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19:55 22.03.2018
Von Jann Roolfs
Bettina Bannes-Grewe freut sich, dass ihre Flächen an der A 7 ökologisch aufgewertet wurden, unter anderem mit Teichen. Quelle: Jann Roolfs
Bimöhlen

Björn Schulz freut sich mit. Er leitet bei der Stiftung Naturschutz Projekte für die Wiedervernetzung. Habitate und Lebensräume miteinander verbinden, damit Tiere wandern und Populationen sich austauschen können: Das ist für Schulz gerade im Kreis Segeberg eine Herausforderung. „Das Kernproblem sind die vielen Autobahnen“, sie bilden für zahlreiche Tierarten kaum überwindbare Hindernisse. Darum werden im Zuge des Ausbaus der A 7 Grünbrücken angelegt und Tunnel an Bächen aufgeweitet, diese Bauwerke sollen die Querung der Schnellstraße gefahrlos ermöglichen.

Einer dieser vergrößerten Tunnel liegt am Rand der Fläche von Bannes-Grewe, dort kreuzt die untere Holmau die Autobahn. Das macht das Land für Schulz besonders interessant: Westlich und östlich der A 7 gibt es zwar verschiedene Schutzgebiete, das Osterautal ist als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ausgewiesen; aber der Weg von einem Schutzgebiet ins nächste ist für Kreuzotter und Zauneidechse sehr weit. Die Hundeleben-Fläche wird die Lücke kleiner machen, so der Plan.

Schulz: „Uns gehören nur zwei Prozent der Landschaft. Wie soll man auf zwei Prozent der Fläche 100 Prozent der Arten retten?“ Angebote privater Flächeneigner wie Bannes-Grewe helfen da weiter.

Rund 23000 Euro investierte die Stiftung, um die Fläche wildtiergerecht zu bearbeiten: Bagger hoben Teiche aus und schütteten die Erde zu Hügeln auf, Pflanztrupps setzten 25 verschiedene Baum- und Straucharten in die Erde, der Neuwald wird von rund einem Kilometer Zaun vor Verbiss – vor allem durch Rehe – geschützt, das schreibt die Forstbehörde vor.

Insgesamt sechs Teiche, zwischen 500 und 1000 Quadratmeter groß, wurden hinter der Hundepension angelegt. Auf benachbarten Flächen wurden in den vergangenen Jahren im Projekt „Froschland“ weitere Gewässer angelegt, die Vernetzung setzt also schon ein. Und gewandert wird auch schon: Der Fischotter hatte den Tunnel unter der A 7 schon passiert, bevor er im Zuge des Ausbaus vergrößert wurde.

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