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Segeberg Ein Ärztehaus für Bad Bramstedt
Lokales Segeberg Ein Ärztehaus für Bad Bramstedt
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05:01 27.04.2018
Von Sylvana Lublow
Um dem künftigen Hausärztemangel in Bad Bramstedt entgegenzuwirken, könnte bald ein kommunales Versorgungszentrum entstehen. Quelle: Maurizio Gambarini
Bad Bramstedt

Derzeit gibt es in Bad Bramstedt 13,6 Hausarztstellen bei gut 14000 Einwohnern, nicht zu vergessen die 10000 aus dem Umland. Sechs der Allgemeinmediziner sind über 65 Jahre alt und gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Zeit zu handeln: Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach berichtete in der vergangenen Sozialausschusssitzung von Gesprächen mit der kassenärztlichen Vereinigung (KV) sowie der lokalen Ärzteschaft und gab den Ausblick, dass das Büsumer Modell für Bad Bramstedt nicht mehr auszuschließen sei.

Das Modell wir für Bad Bramstedt maßgeschneidert

Hausärztemangel ist vor allem in den ländlichen Regionen ein immer größer werdendes Problem, das nun auch die einzelnen Kommunen fordert. Die Stadt Büsum hat es 2015 vorgemacht: mit der kommunalen Eigeneinrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ). Dort sind Ärzte fest angestellt, in Voll- oder Teilzeit, die Ärztegenossenschaft Nord führt als Dienstleister der Kommune die Geschäfte des Ärztezentrums. Bereits niedergelassene Mediziner haben sich in Büsum dem MVZ angeschlossen. Dieses „Büsumer Modell“ kann sich Hans-Jürgen Kütbach nun auch für Bad Bramstedt vorstellen. „Natürlich maßgeschneidert für unsere Stadt“, so der Bürgermeister, der einer solchen kommunalen Lösung vor einem Jahr noch kritisch gegenüberstand. „Ich hatte Befürchtungen, dass die bestehende Ärzteschaft so ein Modell als Konkurrenz betrachten könnte“, erklärt er.

Kommunales Ärztezentrum wäre Entlastung für Ärzte

Seit den Gesprächen mit der KV und den Bramstedter Hausärzten habe er dazugelernt und seine Meinung geändert. „Die KV hat unsere Befürchtungen bestätigt. Durch den hohen Altersdurchschnitt unserer Ärzte, ist die Versorgung noch weniger gesichert als in anderen Kommunen“, so Kütbach. Der zweite Grund für seinen Meinungswandel sind die Ärzte selbst, die in einem gemeinsamen Gespräch mit ihm signalisiert hätten, dass ein kommunales Ärztezentrum für sie kein Problem darstellen würde. Im Gegenteil. „Die Hausärzte würden es als Entlastung sehen und könnten sich vorstellen, Partner solch eines Projektes zu werden“, sagt Kütbach.

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