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Segeberg Das JUZ wurde einfach vergessen
Lokales Segeberg Das JUZ wurde einfach vergessen
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18:53 12.09.2018
Von Sylvana Lublow
JUZ-Leiterin Christine Daue (links) und Honorar-Kraft Paula Gülker vor der Terrasse des Jugendzentrums, die dringend neu gestaltet werden sollte. Quelle: Sylvana Lublow
Bad Bramstedt

Auch in der letzten Sozialausschusssitzung stand „Freizeitflächen für Jugendliche“ auf der Tagesordnung. „Wir haben ein gutes Jugendzentrum, aber sonst keine Orte, wo sich die Jugend aufhalten kann. Da müssen wir dringend etwas tun“, befand der Ausschussvorsitzende Dr. Manfred Spies (SPD). Die Kommunalpolitik und die Stadtverwaltung wollen dieses Thema nun unbedingt gemeinsam angehen.

Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung erfuhren die Ausschussmitglieder von einer Fläche, die der Stadt als Freizeitort für Jugendliche vorschwebt. Da die Verwaltung allerdings mit dem Eigner der Fläche in Verhandlungen steckt, will Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach den Standort noch nicht veröffentlichen. Es soll sich Gerüchten zufolge um ein Gebiet in der Nähe des Freibades Roland Oase handeln. Kütbach versprach: „Es ist ein nicht einsehbarer Platz, der trotzdem zentral liegt.“ Gemütlich soll es sein, Bewegung sei möglich und freies WLAN gebe es auch.

Hinterhof des JUZ könnte für 18000 Euro saniert werden

Dass es potentielle Alternativen schon gibt, hat die Stadtverwaltung bei ihren Plänen scheinbar vergessen. Das Jugendzentrum am Bleeck (JUZ) wäre eine naheliegende Lösung. Der Hinterhof ist kaum einsehbar, liegt sehr zentral und es gibt in unmittelbarer Nähe keine Anwohner. Geradezu perfekt für Jugendliche. Es gibt dort eine Terrasse und einen Basketballplatz – obwohl beides schon seit Jahren diese Namen nicht mehr verdienen. „Wir wünschen uns schon lange, dass hier mal etwas gemacht wird“, sagt JUZ-Leiterin Christine Daue. Doch wann immer sie im Bauamt der Stadt anruft, werde sie vertröstet.

Maßnahme ist wohl in Vergessenheit geraten

Dabei hätte Daue jedes Recht, auf eine Sanierung des Hinterhofs zu bestehen. Denn bereits im November 2017 genehmigte der Bauausschuss 18 000 Euro für eine Neugestaltung der Außenanlagen des Jugendzentrums. Der Basketballplatz sollte einen Fallschutzboden bekommen, die Terrasse neu gestaltet und ein Fahrradschuppen sollte gebaut werden. Doch passiert ist bis heute: nichts. Keine Ausschreibung, kein Auftrag, kein schriftliches Konzept –  keine neue Außenanlage.

„Ich vermute, dass das Thema bei uns einfach in Vergessenheit geraten ist“, sagt Klaus-Dieter Hinck, Mitglied im Bauausschuss und SPD-Stadtverordneter, wenigstens ehrlich. Weder das Bauamt noch der Ausschuss hatten das Thema je wieder auf die Tagesordnung gebracht. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach sei das Thema zwischen den Wahlperioden ebenfalls entfallen: „Da war ich wohl der Schuldige“, sagt er und schiebt hinterher: „Es ist für mich aber unerlässlich, dass Jugendliche und Jugendzentrum im endgültigen Schlosswiesen-Konzept vorkommen.“ 

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