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Segeberg Die Rückkehr zu G9
Lokales Segeberg Die Rückkehr zu G9
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06:00 18.01.2019
Von Sylvana Lublow
Den Schulen in Schleswig-Holstein ist es freigestellt, ob sie das Abitur nach acht oder nach neun Jahren an einer weiterführenden  Schule anbieten. Quelle: Bernd Wüstneck
Bad Bramstedt

Der jetzige fünfte Jahrgang wird der erste sein, der wieder neun Jahre bis zum Abi die Schulbank drücken wird. Allerdings gilt die Umstrukturierung, also der offizielle Beginn von G9 erst ab dem kommenden fünften Jahrgang. „Der dann sechste Jahrgang wird umgewandelt. Das war die schnellstmögliche Lösung“, sagt JFS-Schulleiter Dr. Holger Oertel. Alle höheren Klassenstufen müssen noch nach G8 unterrichtet werden und bekommen kein Extra-Jahr. „Das hat zur Folge, dass wir im Jahr 2026 keinen Abi-Jahrgang haben werden“, informiert Oertel. Also ein Jahr ohne Feierlichkeiten und Abi-Streiche. 

Keine langen Tagen von der fünften bis zur achten Klasse

Sehr viel Arbeit mache die Umstrukturierung nicht, sagt Oertel: „Zunächst haben wir viel Zeit investiert, um zu überlegen, wie wir es am besten machen. Aber dann war es gar nicht so schlimm, wie wir dachten.“ Die Umstrukturierung von G9 zu G8 vor ein paar Jahren sei viel aufwendiger gewesen. Vor allem die Orientierungsstufe, also der fünfte und sechste Jahrgang ist zunächst von Veränderungen betroffen. Dafür ist Antje Suhrbier, Orientierungsstufenleiterin, verantwortlich. „Wir müssen zunächst die Stundentafel verändern, alles ein wenig strecken“, sagt sie. „Bei G8 hatten schon die Sechstklässler lange Tage, mit G9 wird es von der fünften bis zur achten Klasse keine lange Tagen geben." Am Nachmittag werde es auch weiterhin Wahlangebote geben, so dass die Schüler bis 15.30 Uhr betreut werden können. „Außerdem wird die Zweitsprache erst wieder in der siebten Klasse beginnen und nicht, wie bisher, in der sechsten“, sagt Suhrbier.

G8 war nicht umsonst - Lehrpläne entrümpelt

Das eine Jahr mehr komme aber vor allem auch den Schülern in der Oberstufe zu Gute. „Die Allgemeinbildung kann vertieft werden, dahingehend kann das Jahr extra als große Chance gesehen werden“, sagt Oertel.

Was den Inhalt des Unterrichts betrifft, werde sich trotzdem nichts ändern. „Bei der Umstellung auf G8 haben wir die Lehrpläne gekürzt und entschlackt, man könnte sagen entrümpelt. Es gibt dadurch einen klaren Blick auf das Abiturprogramm“, sagt Oertel: „Diesen Faden behalten wir bei und werden jetzt gucken, an welchen Stellen wir die Stoffe vertiefen können.“

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