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Segeberg Dreifach-Jubiläum in der Stadt
Lokales Segeberg Dreifach-Jubiläum in der Stadt
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17:14 27.07.2009
Bad Bramstedt

Das Jubiläum im kommenden Jahr fällt mit einem anderen runden Jahrestag zusammen, erklärt Stadtarchivar Manfred Jacobsen: Seit dem 1.April 1910 ist Bad Bramstedt eine Stadt.

Das wird Anlass sein für eine große Feier, aber seinerzeit weckte die Verleihung der Stadtrechte kaum Interesse, weiß der Historiker. Für die damals weniger als 2000 Einwohner des Ortes änderte sich ja auch kaum etwas: Statt zweier Fleckensvorsteher gab es nun einen Bürgermeister, die Zusammensetzung der Stadtvertretung und ein paar rechtliche Feinheiten änderten sich. Das blieb dem gemeinen Dörfler beziehungsweise Städter eher gleichgültig.

Um die vorletzte Jahrhundertwende war Bramstedt ein aufstrebendes Örtchen. 1898 bekam es einen Bahnhof, 1906 ein Elektrizitätswerk und 1908 eine höhere Schule. „Motor der Modernisierung“ war Gottlieb Freudenthal, berichtet Archivar Jacobsen. 30 Jahre lang war Freudenthal Bürgermeister, 40 Jahre Feuerwehrhauptmann. Dass Bad Bramstedt Stadt wurde, verpasste er knapp als Bürgermeister: Diesen Posten füllte er bis 1909 aus.

2010 steht noch ein weiteres großes Jubiläum in Bad Bramstedt an; „ich muss sagen, ich war der Auslöser“, gibt Jacobsen zu.

Seiner Recherche in alten Dokumenten ist die Entdeckung der ältesten urkundlichen Erwähnung der Fleckensgilde zu verdanken. 1560 tauchte sie erstmals in Dokumenten auf, das ist im kommenden Jahr 450 Jahre her. Wobei der Anlass eher unrühmlich war: Ausschweifungen bei einer Gildefeier zogen eine Geldstrafe nach sich. Die wurde im sogenannten „Brücheregister“ verzeichnet, wo Jacobsen sie entdeckte. Sein Fund zeigte Folgen: Vorher datierte die Bramstedter Fleckensgilde sich bis 1688 zurück, 2006 beschloss der Vorstand, sich künftig auf 1560 zu beziehen.

Dass Bramstedt das „Bad“ als Zusatz bekam, lag schon 1910 nahe. Seit 1879 vermarktete der Bäderbetrieb Heesch die Solequelle im Ort, 1911 folgte Nachbar Behnke. Noch heute fördert eine Pumpe das salzhaltige Wasser, erläutert Jacobsen. Inzwischen sind Moorbäder als medizinische Anwendungen dazugekommen.

Dass Bramstedt schon seit fast 100 Jahren als „Bad“ firmiert, bietet dem Ort einen Vorteil gegenüber jüngeren „Bädern“ wie zum Beispiel Bad Malente-Gremsmühlen: Die Ostholsteiner verlieren ihren Titel, wenn sie nicht mehr die Voraussetzungen für ein staatlich anerkanntes Heilbad erfüllen. Die Bramstedter können dagegen Diskussionen etwa über die Luftqualität in dieser Beziehung gelassen sehen: Ihr „Bad“ ist sicher, weil älter.

Hinter den Kulissen wird das Dreifach-Jubiläum im kommenden Jahr schon vorbereitet: Eine Kommission mit dem Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach an der Spitze sammelt Ideen und Vorschläge für ein üppiges Festprogramm.

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