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Segeberg Ducke baute den Ort mit auf
Lokales Segeberg Ducke baute den Ort mit auf
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00:16 30.11.2012
Von Detlef Dreessen
Rudolf Ducke. Quelle: sz
Trappenkamp

1988 hatte die Gemeinde Trappenkamp Rudolf Ducke für sein Engagement zum „verdienten Bürger der Gemeinde“ erklärt. Im selben Jahr ernannte die Sudetendeutsche Landsmannschaft den Getränkegroßhändler im Ruhestand als ersten Mann aus der Wirtschaft zum Kulturpreisträger. Auch das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt Ducke für seinen Einsatz.

 Am 20. Dezember 1918 in Böhmisch Leipa im Sudetenland geboren, kam Rudolf Ducke nach dem Zweiten Weltkrieg nach Schleswig-Holstein. In Neumünster verdiente der gelernte Großhandelskaufmann sich als Kellner sein erstes Geld. 1951 gründete er einen Getränkeverlag, mit dem er 1953 wegen günstiger Immobilienpreise nach Trappenkamp zog. Die „Rudolf Ducke Getränke Industrie“ produzierte Spirituosen, füllte Brause ab und handelte mit Wein, Bier und Sekt.

 Vielfältig engagierte sich Ducke für das Gemeinwesen. Im Sudetendeutschen Kulturwerk war er ab 1962 sechs Jahre lang stellvertretender Vorsitzender. 1963 gründete er die bis heute bestehende Arbeitsgemeinschaft wirtschaftlich interessierter Kreise (Arge). Außerdem setzte er sich für die Einrichtung eines Friedhofs und für das inzwischen abgerissene „Haus der Heimat“ ein. Sportlich aktiv war „Rudi“ Ducke von 1960 bis 1964 als Trainer der Herren-Fußballer beim TSV Quellenhaupt Bornhöved und von 1969 bis 1973 als Leiter der Tennissparte des TV Trappenkamp.

 Die Beerdigung findet am Donnerstag, 29. November, um 13 Uhr von der katholischen Kirche aus statt.

 Weil sich Rudolf Ducke zeitlebens für Benachteiligte einsetzte, hat seine Ehefrau Karin um Spenden auf ein Treuhandkonto des Bestattungsunternehmens Hünemörder gebeten: Kontonummer 191056507 bei der Sparkasse Südholstein, Bankleitzahl 23051030, Stichwort: Rudolf Ducke. Das Geld soll auf soziale Einrichtungen verteilt werden.

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