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Segeberg Trotz Pläne: Still ruht die Schlosswiese
Lokales Segeberg Trotz Pläne: Still ruht die Schlosswiese
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07:01 09.04.2018
Von Einar Behn
Die Schlosswiese wird kaum genutzt. Dabei bietet sich dieser idyllisch gelegene Platz als Treffpunkt für die Bürger an. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Ideen gab es viele: Auf einer Bühne könnten Bands auftreten, der vorhandene Kanu-Anleger mit einem Grillplatz ausgestattet, Sitzgruppen und Liegen aufgestellt und sogar eine Kneippanlage und ein Beachvolleyballfeld geschaffen werden. Die Stadtverwaltung hatte damals den Auftrag bekommen, einen „beratungsreifen“ Plan zu erarbeiten. Der liegt aber bis heute nicht vor.

Stadtbauförderung ist aufwendig

„Das Problem ist, dass wir das Projekt mit zu den Städtebaufördermitteln anmelden wollen“, erklärte Kütbach. Das sei ein aufwendiges Verfahren. So müsse zunächst ein Daseinsvorsorgekonzept in Auftrag gegeben werden, in dem die Notwendigkeit aller für die Städtebaufördermittel angemeldeten Vorhaben begründet werden. Das alleine soll 150.000 Euro kosten. Allerdings sind darin dann eine Vielzahl von Projekten enthalten, vom Neubau der Ernst-Friedrich-Harm-Brücke bis zur Sanierung der Sportanlagen auf dem Schäferberg.

Feuerwehrgerätehaus ausgenommen

Ausgenommen, so Kütbach, sei nur der Neubau des Feuerwehrhauses. Dessen Notwendigkeit werde auch so vom Innenministerium anerkannt. Sollte die Umgestaltung der Schlosswiese als förderungswürdig anerkannt werden, könne frühestens 2019 mit den Arbeiten begonnen werden.

Aktivregion fördert schneller

Der Bürgermeister hat allerdings noch eine Alternative in petto: das Holsteiner Auenland. Er selbst ist Vorsitzender des Projektbeirates, der über die Vergabe der Fördermittel dieser Aktivregion entscheidet. Die Schlosswiese passe in die Förderrichtlinien, meint Kütbach. Der Vorteil dieser Zuschussmöglichkeit ist, dass es viel schneller und unbürokratischer geht. Es reicht ein Entwurf, den das Bauamt fertigen könnte. Im Juni tagt der Auenland-Beirat und entscheidet über die Förderungsprojekte in der Region. „Wir müssten die Schlosswiese dafür aber aus der Anmeldung zum Städtebauförderprogramm herausnehmen“, so Kütbach. Eine doppelte Bezuschussung sei nicht möglich.

Nur ein begrenzter Zuschuss

Einen Nachteil hat die Bezuschussung durch das Holsteiner Auenland: Sie ist auf 50.000 Euro begrenzt. Den Rest muss die Stadt aufbringen. Kütbach schätzt die Gesamtkosten auf „nicht deutlich über 200.000 Euro.“ Bei der Städtebauförderung muss die Stadt dagegen nur ein Drittel bezahlen.

Kritik kommt von der SPD. Deren Sprecher Jan-Uwe Schadendorf sagte: „Über ein Jahr lang ist praktisch nichts unternommen worden“. Nicht einmal eine Skizze habe das Bauamt vorlegen können.

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