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Segeberg Landwirt fürchtet um seine Rinder
Lokales Segeberg Landwirt fürchtet um seine Rinder
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10:36 04.09.2018
Von Nicole Scholmann
Landwirt Markus Hildebrandt (links) und sein Sohn Torge (rechts) ließen sich von Heiko Richter darüber informieren, wie ihre Rinder vor einem Wolf geschützt werden kann. Quelle: Nicole Scholmann
Seth

Am Montag besuchte Heiko Richter, Wolfsbetreuer, Rissgutachter und Mitarbeiter des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), den Landwirt.

Vor eineinhalb Wochen hatte Hildebrandt eine Verletzung am Schwanz seiner  Kuh entdeckt, die Wunde versorgt und sich nichts weiter dabei gedacht. Erst als eine Nachbarin ihm erzählt hatte, dass die Herde eines Abends in Aufruhr geraten war und über die eingezäunte Weide getobt war, machte der Familienvater sich Gedanken. Die „Krönung“ sei der Bericht einer Anwohnerin gewesen, die ein Tier – sie vermutete einen Wolf – an der Kuhwiese entdeckt hatte. Angrenzend waren Bauern beim Maishäckseln gewesen, dadurch sei der Wolf wohl aufgeschreckt worden.

Angst vor einer Rinderherde außer Rand und Band

Der Landwirt hat nichts gegen den Wolf, aber sei seine Schmerzgrenze erreicht, wenn es um seine Rinder gehe. „Stellen Sie sich vor, die brechen aus, weil der Wolf mittendrin ist. Was kann da alles passieren?“, meint Hildebrandt. Wolfsbetreuer Richter kann die Ängste verstehen, in den vergangenen drei Wochen hat er vier Beratungsgespräche geführt.

Gemeinsam fertigten die beiden ein Protokoll an, dass an das LLUR weitergegeben wird. Das Landesamt prüft die Notwendigkeit eines sicheren Zaunes und stellt bei Bedarf Material zur Verfügung, damit die Herde geschützt wird.

Ein totes Kalb entdeckt

Bestätigen kann Richter einen Vorfall in Struvenhütten. Am Wochenende war dort ein totes und halb aufgefressenes Kalb entdeckt worden. Die Reste des Tieres wurden zur Untersuchung mitgenommen. Bis feststeht, ob ein Wolf das Kälbchen angegriffen und getötet hat, werden Wochen ins Land gehen. Im Landeslabor Neumünster wird die Todesursache ermitteln, im Senckenberg Institut, ob es ein Wolf war. Richter und seine Kollegen gehen davon aus, dass mindestens ein Wolf aus Dänemark, vermutlich sogar zwei, in der Region unterwegs sind. Gerüchten zufolge habe es unter anderem in Wakendorf II Sichtungen gegeben.

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