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Segeberg Umweltfrevel im Tarbeker Moor
Lokales Segeberg Umweltfrevel im Tarbeker Moor
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19:11 22.07.2018
Von Gerrit Sponholz
Im FFH-Schutzgebiet Tarbeker Moor fand ein SZ-Leser Müll, den unbekannte abgeladen hatten. Die Polizei ermittelt jetzt. Quelle: Neugebauer
Tensfeld

Das Moorgebiet (120 Hektar) war Ende der 1980er Jahre vom Kreis Segeberg nach Auslaufen des Torfabbaus erworben und bis 2005 durch Gräbenstaus vernässt worden.

Immer öfter wird Müll in Landschaft entsorgt

Die Zahl illegaler Müllentsorgungen ist gestiegen. Vor allem Hausmüll und Abfall aus Baumaßnahmen wird laut Polizei in der Landschaft gefunden. Die Abfallbehörde des Kreises Segeberg registrierte 2017 hundert Fälle, in diesem Jahr bereits 77. Abfallablagerungen im Innenbereich von Kommunen fallen in die Zuständigkeit der Ämter oder Städte.

Der nun gefundene Abfall im Moorgebiet könnte durchaus zu dem bislang unbekannten Täter führen. Denn der Müllhaufen enthält nicht nur weißen Fliesenabbruch, der unter anderem auf blassgrüne Fliesen geklebt war. „Es fanden sich auch vereinzelte rosafarbene Fliesen mit Zeichnungen in der Größe von 15 mal 15 Zentimeter, die recht selten sein dürften“, sagt Polizeioberkommissar Peter Mannke vom Umwelttrupp. Eine alte, weiß gestrichene Türzarge, ein Karton eines mobilen Halogenstrahlers und eine Pfandflasche Paulaner Hefeweizen nebst Plastikbecher registrierte der Beamte ebenfalls.

Strafe bis zu 100000 Euro

Müllablagerung sei ein Verstoß gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Ordnungswidrigkeiten dieser Art könnten mit einer Geldbuße von bis zu 100000 Euro geahndet werden.

Beseitigen muss den Müll im Außenbereich nun die Abfallbehörde des Kreises Segeberg, die wiederum den Wege-Zweckverband damit beauftragt. Die Kosten werden dem Kreis Segeberg in Rechnung gestellt werden.

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