Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Polizei fahndet jetzt mit Phantombild
Lokales Segeberg Polizei fahndet jetzt mit Phantombild
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:29 09.03.2018
Von Robert Michalla
Eine Prostituierte auf einem Waldparkplatz an der B206 (hier ein Archivbild) ist von einem unbekannten Täter überfallen und beraubt worden. Quelle: IMG__1kg_Waldhure_B206.j_4_1_7LI20RD.jpg

Nach dem Überfall auf eine Prostituierte an der Bundesstraße 206 sucht die Polizei mit einem Phantombild nach dem Täter. Der Mann im Alter von 20 bis 30 Jahren dürfte nach Polizeiangaben Kratzer im Gesicht aufweisen. Er soll dunkle Haare, blaue Augen und eine helle Gesichtsfarbe haben und ein schwarz-weißes Tunnelpiercing im linken Ohr tragen. Vermutlich fährt er einen dunkelblauen Ford.   

Der Mann soll die Prostituierte in der Nähe von Bark-Bockhorn im Kreis Segeberg beraubt und lebensgefährlich verletzt haben. Die Kriminalpolizei in Bad Segeberg hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Tat ereignete sich am 28. Februar gegen 17.30 Uhr.

Einige Waldparkplätze an der B206 dienen seit Längerem als Straßenstrich. Frauen – vorwiegend aus Osteuropa – bieten dort ihre sexuellen Dienste an. Dazu zählt auch eine 32 Jahre alte Bulgarin, die es statt mit einem Freier mit dem gewalttätigen Räuber zu tun bekam. Der genaue Tathergang wird derzeit ermittelt.

Nach Informationen dieser Zeitung soll der Täter mit der Bulgarin auf einen einsamen Waldweg gefahren sein, dort mit einer Eisenstange auf die Frau eingeschlagen und ihr einen Schraubenzieher in den Rücken gestochen haben. 

„Die Frau konnte flüchten und ist auf einen jungen Autofahrer getroffen, der sie zur Tankstelle in Bockhorn gefahren hat“, sagte ein Polizeisprecher. Von dort aus konnte sie den Notruf alarmieren. Nach wie vor suchen die Beamten auch nach dem jungen Autofahrer.

Weiterhin soll sich auf dem Parkplatz an der Bundesstraße ein Lastwagen befunden haben, dessen Fahrer oder Fahrerin der Polizei helfen könnte.

Seit Sommer 2014 haben sich einige der Parkplätze zeitweise zu einem Verkehrstreff der besonderen Art entwickelt. Während zuvor Prostituierte in Wohnmobilen an der viel befahrenen B206 hielten, gesellten sich Frauen dazu, die unter freiem Himmel arbeiteten. Die Bewohner der umliegenden Orte machten, nachdem die Behörden das Ganze stillschweigend duldeten, gegen diese Dienstleistungen mobil.

Seit Mitte 2015 ist die offene Prostitution auf der Strecke zwischen Bad Segeberg und Bad Bramstedt verboten. Genützt hat es nicht viel. Die Osteuropäerinnen ließen sich von Platzverweisen und Festnahmen nicht einschüchtern, Bußgelder wurden und werden nicht bezahlt.  

Zeugen, die Hinweise auf den Tatverdächtigen, den Lastwagenfahrer oder den jungen Autofahrer geben können, bittet die Polizei, sich unter der Rufnummer 04551/8840 mit der Kriminalpolizei Bad Segeberg in Verbindung zu setzen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn man im Sommer mal so richtig allein sein möchte, ist ein Ausflug zur Badeanstalt am Großen Segeberger See ein lohnender Gedanke. Die Badestelle hat darunter zu leiden, dass sie als weniger attraktiv gilt als das Strandbad Ihlsee. Das Rathaus will jetzt die Weichen für bessere Zeiten stellen.

Michael Stamp 09.03.2018
Segeberg Wahl in Kaltenkirchen - AfD-Kandidaten treten an

Gemutmaßt wurde darüber in der Stadt schon lange. Jetzt steht es fest. Die AfD (Alternative für Deutschland) tritt zur Kommunalwahl am 6. Mai in Kaltenkirchen an. Allerdings schafft es die Partei nicht, alle 14 städtischen Wahlbezirke zu besetzen, sondern nur acht.

Klaus-Ulrich Tödter 09.03.2018

Das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept (Igek) für Henstedt-Ulzburg soll mit Leben erfüllt werden. Dafür sind ab Mitte April die wichtigen Bürberbeteiligungen geplant. Start ist am Freitag, 13. April, ab 19 Uhr im Bürgerhaus mit der Auftaktveranstaltung.

Nicole Scholmann 09.03.2018
Anzeige