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Segeberg Flüchtlingslotsinnen sauer auf die Stadt
Lokales Segeberg Flüchtlingslotsinnen sauer auf die Stadt
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18:31 09.11.2018
Von Klaus-Ulrich Tödter
Für das Café Cosmos wird ein neuer Standort gesucht. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
Kaltenkirchen

„Wir sehen keine Möglichkeit mehr, unsere Flüchtlingsarbeit wie bisher in diesem Sinne fortzuführen“, lautet daher das Fazit der Frauen.

Bürgermeister Hanno Krause bedauert die Haltung des Café-Cosmos-Teams, verteidigt aber die Entscheidung für das veränderte Konzept für die neue Begegnungsstätte am Lakweg und kündigte an, dass es spätestens ab dem kommenden Jahr auch einen regelmäßigen Flüchtlingstreff in lockerer Runde im Gemeinschaftshaus der Tausendfüßler an der Schützenstraße geben werde. „Die entsprechenden Verträge sind bereits in Vorbereitung“, so der Verwaltungschef: „Die endgültige Entscheidung liegt aber in der Hand der Stadtvertretung.“

Neue Einrichtung ist Bildungstreff, kein Café

Wegen der großen Flüchtlingswelle, die auch nach Kaltenkirchen schwappte, wurde die Tennishalle an der Schirnau damals zur Notunterkunft umgebaut. In diesem Zuge wurde am 1. November 2015 das angrenzende Tennisheim zu einem Flüchtlingstreff umfunktioniert. Ab Anfang 2016 entstand dort dann das Café Cosmos. „Wir haben dort viele tolle Stunden mit den Besuchern verbracht, wir haben gespielt, gelacht, gekocht, getröstet und ermutigt“, heißt es in dem offenen Brief.

Verein Tausenfüßler bietet Lösung an

Der Bürgermeister verteidigt die Entscheidung, in der neuen Unterkunft am Lakweg keine geselligen Abende mehr durchzuführen. „Bei der neuen Einrichtung handelt es sich um einen Bildungstreff“, so Krause, denn Bildung zu vermitteln sei der Grundstock zur Integration. Natürlich seien aber auch die ehrenamtlichen Helfer enorm wichtig. Und er könne auch deren Wunsch nach zwanglosen Begegnungen verstehen. Deshalb habe er auch Kontakt mit der Tausendfüßler Stiftung aufgenommen.

Deren Geschäftsführerin Anke Kehrmann-Panten steht dem Anliegen des Bürgermeisters offen gegenüber. Sie hat auch schon konkrete Vorstellungen. So könne es im Tausendfüßler-Gemeinschaftshaus an der Schützenstraße zum Beispiel donnerstags von 17 bis 21 Uhr regelmäßig Treffen in lockerer der Flüchtlingshelfer und der Asylbewerber geben. Und mit Mohammed Ateja stünde auch ein kompetenter Mitarbeiter der Tausendfüßler zur Verfügung. 

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