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Segeberg Massive Kritik an der Haltung der AfD
Lokales Segeberg Massive Kritik an der Haltung der AfD
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18:29 30.08.2018
Zahlreiche Besucher verfolgten die hitzige Debatte über die geplante Begegnungsstätte für Flüchtlinge in Kaltenkirchen. Quelle: Heinrich Pantel
Kaltenkirchen-Land

Kaltenkirchen. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung standen die beiden AfD-Vertreter Marco Werner und Dr. Michael Dalheimer.  Sie hatten im Vorwege die acht Fragen an die Verwaltung gerichtet hatte. In der Einleitung dazu heißt es: „Mit großer Sorge haben wir zur Kenntnis genommen, dass an der Grundschule am Lakweg, genauer im dortigen ehemaligen Hausmeisterhaus, eine Begegnungsstätte für Flüchtlinge entstehen soll. Die räumliche Nähe zu Schulkindern erscheint uns denkbar ungeeignet.“

Die AfD wollte unter anderem wissen, ob sich unter den Kaltenkirchener Asylbewerbern straffällige Mehrfachtäter oder sogenannte Gefährder befänden. Diese Fragen konnte Bürgermeister Hanno Krause nicht beantworten. Er hat sie an die Polizei weitergeleitet. „Ich fühle mich sehr unwohl dabei, wenn mit den Fragen Unterstellungen verbunden sind“, sagte der Verwaltungschef. „Wir müssen uns mit den Flüchtlingen beschäftigen, um ihnen die Sprache und unsere gesellschaftlichen Werte zu vermitteln.“ Und dazu benötige man eine Begegnungsstätte.

Gemeinsame Erklärung verurteilt AfD

CDU, SPD, FDP, Linke und Wählergemeinschaft Pro Kaki gaben eine gemeinsamen Erklärung ab. Darin wird das Verhalten der AfD verurteilt, der unter anderem Rassismus, Hetze und das Schüren von Ängsten vorgeworfen wird. AfD-Fraktionschef Marco Werner sagte zu den Vorwürfen: „Die Fragen, die wir gestellt haben, beziehen sich auf Sorgen von Bürgern. Wenn man eine Sorge anspricht, ist man noch kein Rassist.“

Zuhörer Dr. Gerhard Braas (SPD) betonte in der Bürgerfragestunde: „Täter und Gewalt kommen aus allen Kreisen. Herr Dalheimer stürzt sich auf die Schwächsten. Das ist widerlich und unanständig.“

AfD weist Vorwürfe zurück

Dr. Dalheimer wollte nach der Sitzung keine Stellung zu den Angriffen auf ihn beziehen. „Die Ausführungen von Herrn Braas waren substanzlos. Die muss ich nicht kommentieren“, sagte er dann doch. „Wir buchen den Abend als Erfolg. Uns zeichnet aus, dass wir brisante Themen ansprechen. Wir sehen den Sachverhalt immer noch kritisch, nicht rassistisch“, so Werner.

Stellungnahme vom stellvertretenden Bürgermeister

Zu Beginn der Sitzung gab der stellvertretende Bürgermeister und 1. Stadtrat Dieter Bracke (CDU) eine persönliche Erklärung ab. „Ich bin über die Standortentscheidung nicht so glücklich. Wir haben darüber wohl nicht weiter nachgedacht und nicht mit Problemen gerechnet“, hatte er als amtierender Vertreter von Krause gesagt und damit die AfD-Bedenken geteilt. Bracke bedauerte es, diese Aussage getroffen zu haben. Er könne sie so nicht stehen lassen und versicherte, weiter voll hinter den von der Stadtvertretung gefassten Beschlüssen zur Flüchtlingsfrage zu stehen.

Als Krause wieder im Amt war, hatte er sich sofort von den Aussagen seines Stellvertreters distanziert.

Von Klaus-Ulrich Tödter

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