Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Urzeithof zieht nach Stolpe um
Lokales Segeberg Urzeithof zieht nach Stolpe um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:59 11.09.2018
Katrin Mohr und ihr Partner Biologe Dr. Frank Rudolph ziehen mit dem Urzeithof um nach Stolpe auf das Gelände des Kräuterparks. Im Sommer soll eröffnet werden. Quelle: Nadine Materne
Fehrenbötel/Stolpe

Von derzeit knapp unter 300 Quadratmetern in Fehrenbötel könnte die Ausstellungsfläche auf über 1000 Quadratmeter ausgebaut werden in Stolpe. „Hier gibt es so viele Möglichkeiten“, schwärmt Katrin Mohr, die die Gebäude auf dem Kräuterpark-Gelände gekauft hat. Der Dachboden im Ausstellungsgebäude in Fehrenbötel ist zu klein geworden – und er ist nicht barrierefrei. Dicht gestellt ist die Ausstellung durch die Erdgeschichte mit Fossilien inzwischen, dazu kommen präparierte Tiere und Mineralien, Bücherregale, eine Ecke zum Arbeiten mit Werkzeugen. In Stolpe kann das alles entzerrt werden.

Mohrs Lebensgefährte Dr. Frank Rudolph kennt das Stolper Gelände von den Anfängen eines Eiszeitmuseums, das noch vor dem Kräuterpark dort ansässig war. Eine ebenerdige Museumshalle aus der Zeit steht noch, genau wie eine geologische Mauer im Innenhof, die Plattenverschiebungen und verschiedene Sedimentschichten darstellen soll. „Hier können wir ein offenes Klassenzimmer einrichten“, sagt Mohr. In der Museumshalle, in der schon ein Ofen in Form eines Vulkans steht, soll der neue Ausstellungsraum für die Zeitreise durch die Erdgeschichte werden, plant sie.  

Endlich Platz für ein Café

Großer Pluspunkt von Stolpe ist auch das Café. „Die Besucher in Fehrenbötel haben immer gefragt, ob man irgendwo einen Kaffee trinken kann“, sagt Mohr. „Ohne geht es heute nicht mehr.“ Un zweiten Gastraum wären zudem Seminare möglich. In der Tenne soll ein Museumsshop eingerichtet werden.

Auf dem Dachboden über dem Café möchte das Paar eine Werkstatt einrichten. „Wir haben zum Beispiel einen Klassensatz Mikroskope“, sagt Rudolph. Mit Werkzeugen könnten ganze Klassen selbst Fossilien präparieren und aus dem Stein meißeln, schleifen und polieren. Das habe man in Fehrenbötel in Kleingruppen bereits zu Kindergeburtstagen angeboten, was immer gut angekommen sei. Der Platz reichte bisher aber nicht aus, das Angebot zu vergrößern.

Zehntausede Exponate: Der Umzug wird Monate dauern

Bis der Urzeithof in Stolpe neu eröffnen kann, gibt es viel zu tun. Die Räume müssen vielfach erst leer geräumt werden. Und dann steht der Umzug Tausender Steine an. „Das wird eine logistische Herausforderung“, sagt Rudolph. Zehntausende Exponate müssen verpackt und transportiert werden. Dazu kommen mehr als 100 Vitrinen und Regale. „Das muss alles über die Fenster raus“, sagt Mohr. Sonst führt nur eine kleine Holztreppe zum Dachboden. Sorgen bereitet Rudolph der Transport eines Abbruchs vom Kalkberg. Der tonnenschwere Gipsbrocken ist rissig, könnte beim Umzug möglicherweise auseinanderbrechen.

Ein paar letzte Veranstaltungen werden Mohr und Rudolph diesen Monat noch abhalten in Fehrenbötel. Zum Tag des Geotops am Sonntag, 16. September, wird es 15 Uhr eine letzte öffentliche Führung durch die Ausstellung geben. Danach beginnt der Umzug. Wenn alles klappt, soll der Urzeithof im nächsten Sommer neu in Stolpe eröffnen. 

Von Nadine Materne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

1189 Neubauwohnungen sind laut Statistikamt 2017 im Kreis Segeberg entstanden – viel zu wenig, kritisiert das Bündnis Wohnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 wurden fast 2000 neue Wohnungen in Segeberg gebaut. Der Mieterbund in Neumünster bestätigt: „Es fehlt vor allem an bezahlbaren Wohnungen.“

11.09.2018

Am Montagabend diskutierten Kommunalpolitik, Verwaltung und Architekten sich im Planungsausschuss Henstedt-Ulzburg die Köpfe darüber heiß, nach welchem Energiestandard die neuen Flüchtlingsunterkünfte gebaut werden soll und wie die Kosten, die die Planer vorgelegt hatten, zustande kommen.

Nicole Scholmann 11.09.2018

Mehr als 60 aufgeregte, teils wütende Anwohner des Bad Bramstedter Ortsteils Bissenmoor waren am Montagabend ins Schloss zur Sitzung des Planungsausschusses gekommen. Dort wurde über eine vom Investor gewünschte Änderung des geplanten Hotels beraten: Die Erweiterung von vier auf 14 Stockwerke.

Sylvana Lublow 11.09.2018