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Segeberg Freies WLAN: Nur ein Flickenteppich
Lokales Segeberg Freies WLAN: Nur ein Flickenteppich
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15:53 02.12.2018
Von Einar Behn
IT-Fachmann Holger Mielke sorgt sich um die Sicherheit, wenn das städtische WLAN geöffnet wird. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Rathaus, Jugendzentrum und Schloss liegen am Bleeck. Wenn sie ihr WLAN öffnen, könnte der Marktplatz damit schon mal versorgt sein. Doch eine Öffnung berge erhebliche Sicherheitsrisiken, sagte IT-Fachmann Mielke. „Wenn wir hier im Schloss vertrauliche Dokumente aufrufen, könnte es durchaus sein, dass sich von draußen jemand zuschaltet“, so Mielke im städtischen Hauptausschuss. Hacker könnten in den geschützten Bereich eindringen. Es müssten schon zwei komplett getrennte Netze installiert werden, riet der Fachmann.

Telekom-Hotspot mit Zeitlimit

Auf dem Bleeck betreibt die Deutsche Telekom zurzeit ein freies WLAN, einen sogenannten Hotspot. Allerdings ist die kostenlose Nutzungszeit auf eine Stunde pro Tag begrenzt. An den beiden AKN-Haltestellen in Bad Bramstedt bietet Wilhelm Tel freies WLAN an, das Freibad und den Golfclub Gut Bissenmoor versorgt Xitylight, eine Tochter der Stadtwerke Barmstedt, mit einem frei zugänglichen Datennetz.

Zumindest für den Marktplatz führt Mielke zurzeit mit der Deutschen Telekom Gespräche darüber, den Hotspot auch ohne zeitliches Limit nutzbar zu machen. „Zu welchen Konditionen müssen wir noch verhandeln“, so der IT-Experte.

Kupferkabel bald überlastet?

Ein weiteres Problem: Ein eigenes, von der Stadt betriebenes WLAN, könnte zurzeit noch an der alten Kupferkabeltechnologie scheitern, die im Stadtzentrum noch vorherrscht. Wenn am Ende der Kupferleitungen freie Funknetzwerke hängen, könnten die Kabel schnell überlastet sein. Xitylight, das ursprünglich die ganze Stadt mit Glasfaserkabeln versorgen wollte, hat das Projekt ausgerechnet am Marktplatz auf Eis gelegt. Nur der Neubau Bleeck 2 am Südzipfel des Marktplatzes, in den unter anderem die Polizei einziehen soll, bekommt noch Glasfaserkabel. In Richtung Norden geht es dann aber nicht weiter. Dort gibt es nur wenige Haushalte, die sich anschließen können, sodass sich die Verlegung für Xitylight nicht rentiert. Problematisch ist das auch deshalb, weil damit die Verbindung zur Nordhälfte der Stadt fehlt, die damit ebenfalls keine Xitylight-Glasfaserkabel bekommt. Die Stadt will nun mit den Barmstedtern verhandeln, zu welchen Bedingungen dennoch die Hochgeschwindigkeitskabel verlegt werden können.

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