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Segeberg Gut 250 Schüler streiken in Bad Segeberg
Lokales Segeberg Gut 250 Schüler streiken in Bad Segeberg
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11:06 16.03.2019
Von Michael Stamp
Über 250 Schüler streikten am Freitag auf dem Bad Segeberger Marktplatz. Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

Organisatorin war erneut die 15-jährige Nina Swoboda, die die Kundgebung gemeinsam mit ihrer Mutter Dominique angemeldet hatte. Nina demonstriert seit nunmehr 14 Wochen dafür, deutlich sorgsamer mit dem blauen Planeten umzugehen.

Nina (15) demonstriert schon seit Monaten

Aus Lautsprechern dröhnte der postapokalyptische Song „Hurra! Diese Welt geht unter“ von K.I.Z. und Henning May über den Marktplatz. Zufrieden ließ Nina den Blick über die Menge schweifen. Mitunter saß sie in den vergangenen Wochen mit gerade einmal drei oder vier Mitstreitern auf dem Brunnenrand. Doch auch dieser kleine Kreis und die Tatsache, dass das Wetter nicht zum stundenlangen Verweilen unter freiem Himmel einlud, konnten die Jugendliche von der Gemeinschaftsschule am Seminarweg abhalten.

Alle weiterführenden Schulen aus Bad Segeberg vertreten

Für diese Woche war weltweit eine besonders große Aktion in Sachen Klimaschutz vorgesehen – und entsprechend fiel auch die Resonanz in Bad Segeberg aus, nachdem kräftig die Werbetrommel gerührt worden war. Laut dem 17-jährigen Lennart Stahl von der Richard-Hallmann-Schule in Trappenkamp waren gestern junge Leute von alle weiterführenden Schulen aus Bad Segeberg vertreten. 

STG-Schüler kamen trotz Verbots zur Demo

Den kürzesten Weg hatten die Dahlmannschüler, die nur ein paar Schritte vom Schulhof gehen müssen, um auf dem Marktplatz zu sein. Von der benachbarten Gemeinschaftsschule am Seminarweg waren, wie Nina Swoboda berichtete, beide 10. Klassen gekommen. „Beim Städtischen Gymnasium gab es ein Verbot“, sagte Lennart Stahl. „Die sind aber trotzdem gekommen.“ 

Bestrafung soll mit Augenmaß erfolgen

Das Bildungsministerium hält es bei allem gut gemeinten Engagement für nicht hinnehmbar, dass Schüler für solch eine Demonstration vom Unterricht fernbleiben. Wer es trotzdem tut, soll bestraft werden – allerdings mit Augenmaß. Einige Schüler nutzen allerdings ohnehin eine Pause oder Freistunde, um sich den Streikenden anzuschließen. 

„Wir haben die Schnauze voll!“, stand auf einem der zahlreichen Plakate zu lesen. Abgebildet war ein gezeichneter Hai, der den in den Meeren schwimmenden Plastikmüll in sich hineinfraß. Zwischendurch gab es immer mal wieder kurze Wortbeiträge, in denen die Schüler ihre Sorge um das Klima und ihren Ärger über mangelhafte oder versäumte Schutzmaßnahmen äußerten. 

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