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Segeberg Für Senioren: Marienhof ist fertig
Lokales Segeberg Für Senioren: Marienhof ist fertig
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06:00 10.08.2013
Von Patricia König
Mitten in Bad Segeberg neben der St. Marienkirche, hinter der Fußgängerzone und in der Nähe des Großen Segeberger Sees befindet sich die neue Wohnanlage mit 35 Quartieren für Senioren.
Kreis Segeberg

Alle Wohnungen sind vermietet, 200 Interessierte auf der Warteliste, und eine von zwei Pflegestationen ist schon belegt. „Das Konzept von einer Begegnungsstätte mitten in der Stadt wird sehr gut angenommen“, freut sich Andreas Fenker, Geschäftsführer des Marienhofes. Für das Projekt mit eineinhalb Jahren Bauzeit hat der Kirchenkreis Plön-Segeberg 10 Millionen Euro ausgegeben. „Es sieht so aus, als wenn es bei der Summe bleibt“, erklärt Projektbeauftragter Wolfgang Feindt.

 Das Gebäude auf dem 28000 Quadratmeter großen Gelände mitten in Bad Segeberg zu planen, war für Architekt Torsten Simonsen eine Herausforderung. „Einen derartig großen Baukörper mit vielen verschiedenen Funktionen auf so eingeschnürtem Raum in alle Richtungen zu planen war gar nicht so einfach.“ Das städtische Bauamt habe öffentliche Parkplätzen und genug Fläche im Eingangsbereich für die Müllabfuhr gefordert. „Deshalb mussten wir die Anlage zum See hin verschieben.“

 Ein Farbkonzept und Beschilderung leiten Bewohner und Besucher durch die Etagen. Wegen des langen Winters sind die Außenanlagen noch nicht fertig.

 Der Betrieb innerhalb der Anlage läuft schon sei Mitte Juni. „Die ersten Bewohner zogen zum 1. Juli ein“, erklärt Gudrun Degelow, die sowohl Pflegedienstleiterin als auch Heimleiterin ist und zudem auf den Pflegestationen arbeitet. Bald, so Geschäftsführer Fenker, werde auch die zweite Station voll belegt sein.

 Senioren im Alter von Anfang 60 bis über 90 Jahre wohnen im Marienhof. Einmal in der Woche gibt es im Clubraum den Tanztee.

 Das Projekt „Leben im Zentrum“ soll Senioren ermöglichen, zunächst in einer Wohnung zu leben, in der sie auch ambulant gepflegt werden können. „Wenn das nicht mehr ausreicht, müssen unsere Bewohner nicht das Haus verlassen, sondern ziehen innerhalb der Anlage um“, erklärt Fenker. Es gibt zwar einen Pflegedienstvertrag mit der Diakonie aus Preetz, aber die Bewohner hätten die freie Wahl, wer sie pflegt. „Sie können auch flexibel entscheiden, ob sie Essen, Fensterputzen oder Raumpflege dazubuchen.“ Achtzehn eigene Mitarbeiter, davon neun in der Pflege, kümmern sich darum, dass alles reibungslos funktioniert. Das Essen kommt auf Wunsch aus der Verteilerküche des Propstei-Seniorenheims aus der Bad Segeberger Südstadt.

 Durchgangsverkehr ist erwünscht. Der Weg von der Innenstadt zum See kann und soll auch von der Öffentlichkeit als Fußweg benutzt werden. Zudem stehen Autofahrern demnächst 75 öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Damit der Blick auf den See noch freier wird, wünscht sich Architekt Torsten Simonsen, dass noch Bäume fallen. „Ein paar könnte man ruhig dafür opfern.“

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