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Segeberg Streit über neue Fachberatung
Lokales Segeberg Streit über neue Fachberatung
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15:52 12.09.2018
Von Nicole Scholmann
Um Kindern in Not zu helfen, wünscht die Gemeindeverwaltung sich eine zusätzliche Stelle für eine pädagogische Fachberatung. Quelle: Nicolas Armer
Henstedt-Ulzburg

Die Wählergemeinschaften WHU und BFB sprachen sich strikt gegen die zusätzliche Stelle aus, die FDP in Person von Klaus-Peter Eberhard zeigte sich nach der Beratung unentschlossen, CDU und SPD wollen dem Wunsch der Verwaltung zustimmen.

Vor elf Jahren hatte die damalige Gemeindevertretung beschlossen, eine pädagogische Fachberatung für die Kindertagesstätten einzurichten. Da die Gemeinde ebenso einen Schutzauftrag (Kindeswohlgefährdung) zu erfüllen hat, hat sich die Mitarbeiterin im Laufe der Jahre weitergebildet und gilt nun als „Insoweit erfahrene Fachkraft“ (Insofa) und Fachkraft für Kinderschutz. Mittlerweile habe sich das Aufgabenspektrum immens erweitert von der klassischen pädagogischen Fachberatung hin zu Präventionsarbeit und Beratung in ganz konkreten Fällen des Schutzes von Kindern. Da sich der ganze Kindergartenbereich zurzeit in einen Eigenbetrieb umstrukturiert, sieht es Bürgermeister Stefan Bauer als nötig an, die Stelle auf zwei aufzuteilen. Ein Mitarbeiter soll im Eigenbetrieb die pädagogischen Inhalte im Auge behalten, die gewünschte neue Stelle soll sich weiterhin in den Kitas, der Schulsozialarbeit und den offenen Ganztagsschulen dem Kinderschutz widmen und die letzte Stufe vor dem Jugendamt des Kreises Segeberg sein.

Karin Honerlah (WHU) betonte, dass das eine Aufgabe des Kreises Segeberg sei und eine pädagogische Fachstelle im künftigen Kita-Eigenbetrieb reiche. In den Schulen sei man durch die dortigen Sozialpädagogen, die freiwillige von der Gemeinde bezahlt werden würden, bereits gut aufgestellt. Ihr pflichtete Tile Abel (BFB) bei. Auch Klaus-Peter Eberhard (FDP) sprach von einer Doppelstruktur, die er ablehne. Kinderschutz sowie Prävention sei gut und wichtig, aber er habe noch einige Fragen, die er von der Verwaltung beantwortet haben wolle.

Das Thema wurde vertagt.

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