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Segeberg Gönnebek: Glücklich auf dem Pferderücken
Lokales Segeberg Gönnebek: Glücklich auf dem Pferderücken
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17:56 27.03.2018
Von Sylvana Lublow
Arian turnt auf Lasses Rücken die "Mühle", ein Kunststück des Voltigierens. Emily, Zejnete und Joana folgen dem Pferd, sie sind auch gleich dran. Quelle: Sylvana Lublow

„Die Teilnehmer werden von der Schule ausgesucht. In erster Linie sind es Kinder, die motorische, soziale und emotionale Förderung brauchen“, erklärt Schmidt. Die Diplom-Psychologin hat eine Zusatzausbildung in Reitpädagogik und bietet seit 32 Jahren heilpädagogisches Voltigieren für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren an. „Das ist eine Sparte des therapeutischen Reitens“, erklärt die 59-Jährige. Die Kinder bleiben mindestens ein halbes Jahr dabei.

Die eisige Kälte macht Arian (8), Emily (10), Joana (9) und Zejnete (10) nichts aus. Sie freuen sich auf ihren Unterricht mit Lasse, dem 27-Jahre alten Hengst, den sie als erstes von der Koppel holen. Im Stall bereiten sie ihren Lasse vor: putzen, aufzäumen und immer wieder streicheln. „Ich mag das Pferd sehr und es mag mich auch“, sagt Joana. „Die Kinder sollen eine Beziehung zum Pferd aufbauen und die Zuneigung zum Pferd erleben“, erklärt Schmidt.

Trotz Minusgraden geht es mit Lasse raus auf den Reitplatz. Zum Aufwärmen laufen sie Lasse ein paar Runden hinterher, Schmidt führt den Hengst dabei an der Longe. Der Reihe nach darf jedes Kind aufs Pferd.

Kaum sitzt Emily auf Lasses breitem Rücken, strahlt sie. „Ich mag am liebsten Mühle und im Trab reiten“, erzählt sie. Bei der Mühle handelt es sich um eines der Kunststücke beim Voltigieren: In Ausgangsstellung auf dem Pferd dreht sich das Kind in vier Phasen einmal um die eigene Achse. Dabei wird die Motorik geübt. Und auch das Gleichgewicht, schließlich ist das Pferd dabei immer in Bewegung.

Viel wichtiger als die perfekten Übungen ist das, was der Unterricht bei den Kinder bewirkt. „Sie fühlen sich glücklicher und selbstbewusster, wenn sie oben sitzen. Sie werden getragen, das Pferd hält sie aus“, erklärt Schmidt. Aber ein wichtiger Aspekt beim Training ist, die Regeln zu befolgen. Und das funktioniert bei den Vieren schon sehr gut. Routiniert erledigen sie ihre Aufgaben, die zur Pferdepflege vor und nach dem Reiten dazugehören.

Regelmäßig bekommt Claudia Schmidt von der Schule Rückmeldungen. „Durch das gesteigerte Selbstbewusstsein werden die Konflikte zwischen den Kindern weniger, sie finden Kompromisse“, sagt Schmidt. Außerdem steige auch die Konzentrationsfähigkeit im Unterricht.

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