Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Vielfältige Regional-Messe überzeugte
Lokales Segeberg Vielfältige Regional-Messe überzeugte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:49 07.10.2018
Von Michael Stamp
In der Pausenhalle der Schule standen diverse Stände der Messe- und Industrieschau Gewa in Wahlstedt. Quelle: Michael Stamp
Wahlstedt

Die Gewa spielte ihr Stärken am Wochenende wieder einmal voll aus: Die Wahlstedter Kundschaft bekam bei der Regional-Messe in der Poul-Due-Jensen-Schule höchst eindrucksvoll vorgeführt, dass man weder in die Ferne schweifen noch ins Internet abwandern muss, um sich mit einem gewaltigen Angebot an Dienstleistungen und Waren zu versorgen.

Räume der Poul-Due-Jensen-Schule werden zum Marktplatz

Tausende von Besuchern schlenderten durch die Schule, deren Leiterin Annette Grosse zu den Gästen bei der Eröffnung gehört hatte. Auch sie erlebte die Klassenzimmer, Flure und den Schulhof mal in ganz anderem Gewand. Auf der Bühne der kombinierten Pausenhalle und Aula hatte sich das „Kleine Klöncafé“ vom Marktplatz eingerichtet. Auch die von der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) verkauften Lose gingen wieder reißend weg.

Gewa-Besucher stimmen über Industrie-Ansiedlung ab

Heiß diskutiert wurde in der Pausenhalle vor allem die Frage, die gleich am Eingang von der Segeberger Zeitung gestellt wurde: „Sollen sich am Wahlstedter Bahnhaltepunkt Industriebetriebe ansiedeln dürfen?“ Mit roten Bällen für „Nein“ und blauen Bällen für „Ja“ konnten die Gewa-Besucher abstimmen. Am ersten Tag lagen Befürworter und Gegner noch gleichauf. Innerhalb weniger Minuten wechselte die Führung diverse Male hin und her. Doch am Sonnabend bildete sich ein immer deutlicherer Trend zum „Ja“ heraus.

Menschen aller Altersgruppen diskutierten über die Bedenken der Anwohner, was Lärm und Gestank angeht. „Da gibt’s dann aber ganz viele neue Arbeitsplätze“, sagte ein etwa zwölfjähriger Junge zu seinem Kumpel, der gerade einen Ball bei „Nein“ versenken wollte. Daraufhin schwenkte der Freund zu „Ja“ um. Auch einige Kommunalpolitiker beobachteten das Ergebnis sehr genau. Sie müssen im kommenden Monat darüber abstimmen, ob neben den geplanten Gewerbeflächen auch ein acht Hektar großes Areal für Industrie ausgewiesen werden soll.

Sonniger Spätsommer sorgt für Andrang im Außenbereich

Gewa-Chef Armin Reher war mit der Resonanz ausgesprochen zufrieden. Er schätzt die Besucherzahl auf 15000 bis 17000. Vor zwei Jahren waren es rund 20000 gewesen. Diesmal dürften das sommerliche Wetter und die Ferienlage mit einem Brückentag einige Besucher zu Ausflügen oder Kurzurlauben fernab von Wahlstedt animiert haben. Reher war dennoch hochzufrieden. Das Gewa-Geschehen verlagerte sich wegen des sonnigen Spätsommerwetters wieder stärker in den Außenbereich, wo unter anderem ein Info-Mobil der Sparkasse Südholstein samt Geldautomat und die Vertreter mehrerer Autohäuser zu finden waren.

Neben den örtlichen Firmen stellten sich auch Vereine und Verbände vor, ebenso das Wahlstedter Jugendzentrum und die Arbeiterwohlfahrt. Die Fidelen Holsteiner, deren Hobby aus Trachtentänzen besteht, suchen dringend Nachwuchs. „Wir sind nur noch acht Tänzer“, sagt Svea Löhn. „Das ist ein bisschen mager.“ Einige interessierte Nachfragen geben ihr jetzt Anlass zu Hoffnung, dass der eine oder andere Messebesucher mal bei einer Probe vorbeischaut. „Die Trachten werden kostenlos gestellt.“

Gewa-Leiter Armin Reher geht 2020 in den Ruhestand

In zwei Jahren soll es die nächste Gewa geben. Dann wird die 1975 gegründete Schau zum mittlerweile 30. Mal über die Bühne gehen. Nach anfänglich jährlichen Veranstaltungen ist man inzwischen zum Zwei-Jahres-Rhythmus übergegangen. Für Armin Reher, der die Gewerbeschau seit vielen Jahren zusammen mit Uwe Zeitter auf die Beine stellt, werden die Zeichen dann wohl auf Abschied stehen. Er geht, wenn alles planmäßig läuft, im Jahr 2020 in den Ruhestand. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger läuft bereits.

Die Regionale Messe Gewa in Wahlstedt lockte mit ihrer großen Vielfalt tausende Besucher an.
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Segeberg Feuerwehr im Großeinsatz - Flammen vernichten Maschinenhalle

Nur noch ein Schuttberg ist übrig von der Scheune auf dem Makelsberg in Negernbötel. Ein Großfeuer vernichtete die 300 Quadratmeter große Maschinenhalle in der Nacht auf Sonntag. Tiere und Menschen kamen nicht zu Schaden. Probleme bereitete den Einsatzkräften aber die stockende Wasserversorgung.

07.10.2018

Aus einer für viele fremden Welt berichtete Tonny Katumba aus Uganda, der zurzeit Gast bei einem Landwirt in Föhrden-Barl ist. Anlässlich des Erntedankfestes berichtete er im Bramahus von seiner Heimat. Dort engagiert er sich für eine Vorschule, denn Bildung bedeutet sozialen Aufstieg.

Jann Roolfs 07.10.2018
Segeberg Lehrermangel Grundschulen - Einstellen, wen man kriegen kann

Wissen die Eltern eigentlich, wer ihre Kinder unterrichtet? Dass es sich manchmal gar nicht um ausgebildete Lehrer handelt, sondern um eine Meeresbiologin zum Beispiel oder einen Soziologen, eine Künstlerin? In der Grundschule am Lakweg in Kaltenkirchen ist das der Fall; allerdings kein Einzelfall.

Sylvana Lublow 07.10.2018