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Segeberg Neues Hallenbad für 17 Millionen Euro?
Lokales Segeberg Neues Hallenbad für 17 Millionen Euro?
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18:36 09.09.2018
Von Michael Stamp
Das Bad Segeberger Hallenbad ist marode. Wird es saniert oder durch einen Neubau ersetzt? Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

Auf die Stadt kommt eine gewaltige Investition zu. Am billigsten wäre es, den jetzigen Anbau des Hallenbades abzureißen. Darin befinden sich die (undichten) Baby- und Nichtschwimmerbecken. Die Stadt würde bei dieser Variante nur die eigentliche Schwimmhalle mit dem 25-Meter-Becken erhalten und sanieren. Doch allein das kostet über 3,6 Millionen Euro. Für Familien würde die Attraktivität des Bades dramatisch leiden.

Sollte die Stadt hingegen das gesamte jetzige Schwimmbad sanieren wollen, müsste sie gut 5,6 Millionen Euro in die Hand nehmen. Vorteil: Die einzelnen Bauabschnitte (Halle, Anbau, Fassade, Dach und so weiter) könnten in Etappen realisiert werden, um die Kosten über mehrere Jahre zu strecken. Außerdem gäbe es mehrere kürzere Schließungen statt einer großen mit 18 bis 24 Monaten.

Reines Sportbad oder eine Sanierung der heutigen Schwimmhalle?

Die wäre nämlich nötig, wenn man das Hallenbad abreißen und an gleicher Stelle ein reines Sportbad für Vereine und Schulen bauen würde. Solch ein Bad hätte dann nur ein großes Becken und keine zusätzlichen Angebote wie Sauna oder Holzterrasse. Diese Lösung würde allerdings am alten Standort mit 10,1 Millionen Euro zu Buche schlagen. Durch Abriss und Neubau müssten die Bad Segeberger für etwa zwei Jahre auf eine Schwimmhalle verzichten.

Der Neubau eines Sportbades auf einer anderen Fläche (zum Beispiel im Gewerbegebiet) wäre mit 10 Millionen Euro nur unwesentlich billiger, erläuterte Nicole Riedle. Denn Kosten für den Abriss der alten Immobilie müssten ja trotzdem eingeplant werden, weil man die Halle nicht ewig stehen ließe. Im Gegenteil: Man würde das Grundstück an der Theodor-Storm-Straße veräußern wollen. Immerhin könnte der Schwimmbetrieb nahezu reibungslos vom alten zum neuen Bad übergehen – ohne Pause.

Am teuersten wäre es jedoch, die Schwimmhalle in jetzigen Qualität mit drei Becken und allen anderen Annehmlichkeiten neu zu bauen – egal wo. Das würde die Stadt stolze 17,1 Millionen Euro kosten. „Jetzt habe ich alle schockiert“, sagte die Expertin mit verschmitztem Lächeln beim Blick in die Runde. „Ist mir gelungen.“

Auf eine Diskussion wurde im Bauausschuss verzichtet. Die Fraktionen müssen sich erst einmal intern beraten.

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