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Segeberg Grippewelle: Erzieher-Notstand in Kitas
Lokales Segeberg Grippewelle: Erzieher-Notstand in Kitas
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19:15 08.03.2018
Von Sylvana Lublow
Seit Sommer 2017 sind einige Elementargruppen der Kita Arche übergangsweise in Containern untergebracht. Quelle: Sylvana Lublow
Bad Bramstedt

In den vier Kitas des Trägers Kitawerk Altholstein sind es insgesamt 12 Mitarbeiter, die wegen Krankheit derzeit ausfallen, acht davon in der Schatzkiste mit einer 19-köpfigen Belegschaft. Dort wurden die Eltern gebeten, wenn es geht, die Kinder zu Hause zu lassen.  „In Neumünster haben wir Gruppen geschlossen, in Bad Bramstedt bisher noch nicht“, sagt Nina Lohr vom Kitawerk: „Aber auch nur, weil viele Kinder ebenfalls krank sind.“ In der Kita Arche gibt es vier Krankschreibungen, eine Erzieherin ist im Urlaub.

Lohr hatte ausgerechnet, dass allein für die vier Einrichtungen im Kitawerk mindestens Personal für 26 Wochenstunden zusätzlich gebraucht würde. „Der Krankenstand in Kitas liegt mit 17 Prozent höher als der Durchschnitt. Das wurde im Stellenplan nicht berücksichtigt“, sagt Lohr. Zwei dringend benötigte Springer für alle neun Kitas in Bad Bramstedt einzustellen, ist nicht erlaubt: Träger dürfen untereinander keine Mitarbeiter verleihen.

Neben der Grippewelle kämpft die Kita Arche noch mit anderen Problemen. Durch den Neubau, der Ende des Jahres fertiggestellt sein soll, sind die Kinder zurzeit auf drei Standorte verteilt. Die Facebook-Gruppe „Bad Bramstedt News“ hatte über Beschwerden von Eltern berichtet, die bis zur Drohung reichte, Kita-Beiträge derzeit nicht zu bezahlen.  Die Rede war von einem ständigen Wechsel der Erzieher innerhalb der Kita.  Diese Bericht ist im Internet inzwischen gelöscht.

Auch Nina Lohr hatte ihn auch gelesen. „Ich bin gerade in vielen Gesprächen, auch mit Eltern, die ihre Beschwerden direkt an uns heran getragen haben“, sagt sie. Dass es anonyme Berichte auf Facebook gibt, finde sie schade. „Unsere Situation ist auch wegen des Umbaus schwierig. Wir haben drei Standorte, das Personal musste teilweise umgeschichtet werden“, erklärt sie.  Sie könne den Unmut der Eltern verstehen.  „Die Personaldecke ist überall schwach, wir arbeiten daran und müssen durchhalten.“

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