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Segeberg Flammen vernichten Maschinenhalle
Lokales Segeberg Flammen vernichten Maschinenhalle
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17:22 07.10.2018
Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr brannte das Gebäude in voller Ausdehnung. Quelle: Feuerwehr Wahlstedt
Negernbötel

Gegen zwei Uhr wurde die Ortswehr alarmiert, „aber zehn Minuten später war schon alles verloren“, sagt Feuerwehrmann und Negernbötels Bürgermeister Marco Timme. Das Gebäude habe bereits in Vollbrand gestanden als die Wehren Negernbötel und Hamdorf Minuten später als erste auf dem Hof eintrafen. Oberste Priorität sei es gewesen, die umliegenden Gebäude und den angrenzenden Wald vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen, schildert der stellvertretenden Ortswehrführer Kai Roschkowski. „Es gab starken Funkenflug. Und in unmittelbarer Umgebung standen Stallungen mit Schweinen.“

Kaum Druck auf der Wasserleitung

Mit Unterstützung der Wehren aus Groß und Klein Rönnau, Blunk, Schackendorf und Fahrenkrug sowie Daldorf, Fehrenbötel und der Feuerwehr Wahlstedt, die mit der Drehleiter anrückte, konnte der Großbrand aber unter Kontrolle gehalten und gelöscht werden. „Gut, dass das Feuer nicht zwei Monate vorher war“, ist Roschkowski erleichtert, denn es gab einige Probleme mit der Wasserversorgung.

Aus bisher ungeklärter Ursache, kam aus dem Kanalnetz nicht ausreichend Wasser. „Wir hatten so gut wie keinen Druck auf den Leitungen“, sagt Marco Timme. „Da konnten wir keine Pumpen anschließen.“ Bemühungen in der Nacht, über das Wasserwerk den Druck auf den Leitungen zu erhöhen seien zumindest nicht spürbar gewesen, meint Roschkowski. Auch das Anzapfen von zwei alten Bohrbrunnen, die sonst zu Übungszwecken genutzt werden, waren nicht ausreichend, um den hohen Wasserdurchlauf an der Einsatzstelle zu kompensieren. 

Einsatz dauerte bis in die späten Morgenstunden an

Bürgermeister Marco Timme ist deshalb dem örtlichen Kartoffelbauern Mario Elwers dankbar, der seinen Beregnungsbrunnen für die Löscharbeiten zur Verfügung gestellt hat. Eine etwa ein Kilometer lange Schlauchleitung musste deshalb durch das Dorf verlegt werden. „Das war schon dramatisch“, so Timme. Warum der Druck auf das Wasserleitungsnetz so gering war, müsse nun dringend geklärt werden, betont der Bürgermeister.

Der Einsatz mit knapp 100 Feuerwehrleuten dauerte bis Sonntagmorgen gegen halb neun an. Die Brandursache muss nun die Polizei ermitteln.

Fotostrecke: Flammen vernichten Maschinenhalle

Von Nadine Materne

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