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Die große Abrechnung mit dem Ex-Chef

Wege-Zweckverband Die große Abrechnung mit dem Ex-Chef

Schwere Vorwürfe erhebt der Hauptausschuss des Wege-Zweckverbands gegen den freigestellten WZV-Chef Jens Kretschmer. Dieser habe eigenmächtig und gegen Leitlinien der Gremien gehandelt, keine Einsicht gezeigt, bei Problemen andere vorgeschickt, sein Handeln nicht reflektiert, Personal verunsichert.

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Die Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach (Bad Bramstedt/links) und Gerd Lentföhr (Seedorf) begründeten in ihrer Funktion als Vorsitzende des WZV-Hauptausschusses, warum Jens Kretschmer als WZV-Chef abberufen und freigestellt wurde. 

Quelle: Gerrit Sponholz

Bad Segeberg. Das Zerwürfnis mit dem Hauptausschuss des Verbandes sei nicht mehr zu kitten. Das Gremium will den WZV jetzt wieder in ruhigere Gewässer führen.

Von seiner Begründung muss der Hauptausschuss die Verbandsversammlungen am 24. April in Wiemersdorf und Ende Mai überzeugen. Der Abberufung Kretschmers müssen mindestens 70 der 105 Vertreter aus den 94 Städten und Gemeinden des WZV zustimmen. Die Amtszeit der Verbandsversammlung endet erst Ende Mai – trotz der Kommunalwahl am 6. Mai.

Kretschmer soll sich verteidigen dürfen

Diskutiert wird im nicht-öffentlichen Teil der Sitzungen. Kretschmer soll seine Position vertreten können, sagten der Hauptausschussvorsitzende und kommissarische WZV-Vorsteher Gerd Lentföhr, Bürgermeister aus Seedorf, und stellvertretender Ausschussvorsitzender Hans-Jürgen Kütbach, Bürgermeister aus Bad Bramstedt, in einem Pressegespräch.

Sie äußerten viel Kritik an Kretschmer: Er habe sich bei den heißen Diskussionen über die Umwidmung von Rücklagen in Kredite für den Breitbandausbau und über die Kritik von Arbeitnehmern „immer ein bisschen versteckt“ und andere vorgeschickt. Er habe seine Führungsrolle nicht wahrgenommen, sein Verhalten und seine Strategie nicht ändern wollen. „Er war beratungsresistent, zeigte mangelnde Selbstreflexion.“ Auch habe Kretschmer nach Abschluss des neuen Tarifvertrages für einen Teil der WZV-Belegschaft mit Auslagerungen gedroht, was unnötig Unruhe in den Betrieb gebracht habe.

"Lieber ein Ende mit Schrecken"

Kütbach und Lentföhr versichern, sie hätten lange intern nach einer Lösung gesucht. Doch ohne Erfolg, deshalb sei die Reißleine gezogen worden. „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.“

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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